17. März, 2026

Märkte

Erfolgsrezept für Fleischersatzprodukte: Weiblich, jung und gebildet

Erfolgsrezept für Fleischersatzprodukte: Weiblich, jung und gebildet

Eine aktuelle Marktanalyse von Splendid Research offenbart das durchschnittliche Profil der Konsumenten und Konsumentinnen von Fleischersatzprodukten: weiblich, jünger als 50 Jahre und gut gebildet. Für die Studie wurden mehr als 1400 Personen zu ihrem Ernährungs- und Kaufverhalten befragt.

Die repräsentative Umfrage zeigt, dass Frauen (55 Prozent), Menschen unter 50 Jahren (63 Prozent) und gut Gebildete (59 Prozent) besonders häufig zu Fleischersatzprodukten greifen. Interessanterweise ist der Kaufpreis (58 Prozent) wichtiger als die Qualität (53 Prozent) und die Tatsache, dass es sich um eine Proteinquelle handelt (48 Prozent).

Die häufigsten Gründe für den Kauf von Fleischersatzprodukten sind die bewusste Suche nach einem Ersatz für Fleisch- und Wurstwaren (50 Prozent) sowie die eigene Gesundheit (41 Prozent). Der Einkauf findet vorwiegend im Supermarkt (84 Prozent) statt, gefolgt von Discountern (52 Prozent) und Bioläden (21 Prozent).

Die bekanntesten Hersteller von Fleischersatzprodukten sind laut der Untersuchung die Rügenwalder Mühle (81 Prozent), gefolgt von Alnatura (68 Prozent) und Gutfried (65 Prozent). Jeder dritte Verbraucher konsumiert mindestens mehrmals wöchentlich Fleischersatzprodukte.

Trotz der anfänglichen Popularität des Marktes scheint die Beliebtheit von Fleischersatzprodukten zuletzt gesunken zu sein. 50 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Konsum etwa gleichgeblieben sei, während 36 Prozent angaben, dass er etwas oder deutlich zurückgegangen sei. Als Gründe wurden Geschmack, Konsistenz und enthaltene Zusatzstoffe genannt.

Auch eine Studie des GfK Consumer Panels kam zu dem Schluss, dass der Hype um Fleischersatz vorerst vorbei ist. Zwischen 2018 und 2021 hatte der Markt stark gewachsen, aber im Jahr 2023 gingen sowohl die konsumierten Mengen pro Käuferhaushalt als auch die Ausgaben für Fleischersatzprodukte zurück.