14. Januar, 2026

Politik

Erbschaftsteuerreform: Söder äußert Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts

Der Vorsitzende der Christlich-Sozialen Union (CSU), Markus Söder, hat die von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) vorgeschlagenen Reformen zur Erbschaftsteuer vehement kritisiert. In seiner Stellungnahme betrachtet Söder die geplanten Änderungen als erhebliches Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der bayerische Ministerpräsident äußerte seine Besorgnis, dass diese steuerlichen Anpassungen potenziell als "Einladung zur Auswanderung" interpretiert werden könnten, was dazu führen könnte, dass Investitionen ins Ausland verlagert werden.

Obwohl Söder die Erhöhung der Steuerfreibeträge grundsätzlich befürwortet, äußert er erhebliche Bedenken bezüglich der vorgesehenen regionalen Unterschiede in deren Anwendung. Er bezeichnet diese als ungerecht und setzt sich für eine Regionalisierung der Erbschaftsteuer ein. Söder ist überzeugt, dass ein solcher Ansatz zwar den Wettbewerb zwischen den Bundesländern intensivieren würde, er sieht jedoch einen positiven Aspekt in dieser Konkurrenz, da sie aus seiner Sicht zu einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung beitragen könnte.

Weiterhin argumentiert Söder, dass eine Reform der Erbschaftsteuer auf dieser Grundlage keine wesentlichen Auswirkungen auf den Bundeshaushalt haben würde, da der Bund keine direkten Einnahmen aus dieser Steuer generiert. In Anbetracht dessen warnt er vor einer wirtschaftlich unvernünftigen Einigung über die Steuerreform, die nach seiner Einschätzung kaum zielführend wäre und stattdessen politisch der Alternative für Deutschland (AfD) Auftrieb verleihen könnte. Söder empfiehlt, das ausstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts abzuwarten, bevor man konkrete Reformschritte in Betracht zieht, um fundierte Entscheidungen zu treffen.