20. Mai, 2026

Wirtschaft

Entscheidende Abstimmung: Boeing-Mitarbeiter über Vertragsangebot im Fokus

Entscheidende Abstimmung: Boeing-Mitarbeiter über Vertragsangebot im Fokus

Eine richtungsweisende Abstimmung steht bevor, wenn die streikenden Mitarbeitenden von Boeing über den neuesten Vertragsvorschlag des Luftfahrtkonzerns entscheiden. Die Abstimmung der rund 33.000 Facharbeiter im Pazifischen Nordwesten könnte den Weg für die Wiederaufnahme der Produktion an zwei Werken in der Nähe von Seattle ebnen, in denen die Modelle 737 MAX und 777 gefertigt werden. Zuvor waren bereits zwei Angebote abgelehnt worden. Boeings Geschäftsführer, Kelly Ortberg, hat die Belegschaft eindringlich dazu aufgerufen, das Angebot anzunehmen. Er betonte die schwierige Lage, die der Streik sowohl für die Mitarbeitenden als auch für Kunden, Zulieferer und die Gemeinden bedeute. Ortberg äußerte den Wunsch, gemeinsam wieder an der Spitze der Luftfahrtproduktion zu stehen und Vertrauen wiederherzustellen, da viele auf das Unternehmen angewiesen seien. Der Streik der International Association of Machinists and Aerospace Workers (IAM) District 751, der seit dem 13. September andauert, belastet Boeing zusätzlich in einer Zeit erhöhter behördlicher Aufmerksamkeit hinsichtlich Produktions- und Qualitätskontrollen nach früheren Sicherheitsproblemen. Um der finanziellen Herausforderung zu begegnen, hat Boeing kürzlich eine Aktienofferte gestartet, die über 20 Milliarden Dollar eingebracht hat. Das neueste Angebot von Boeing an seine Mitarbeitenden sieht eine Gehaltserhöhung von 38 Prozent über vier Jahre vor, was einer Annäherung an die ursprünglich von der Gewerkschaft geforderten 40 Prozent entspricht. Zusätzlich können IAM-Mitglieder nun einen Bonus von 12.000 Dollar direkt in bar annehmen, statt einer Aufteilung zwischen Sofortzahlung und Einzahlung in den 401K-Rentenplan. Jon Holden, Vorsitzender der Gewerkschaft in Seattle, hat die Mitglieder dazu aufgefordert, die im Vertrag erzielten Vorzüge zu sichern und dem Vorschlag zuzustimmen. Er stellte fest, dass es an der Zeit sei, den Streik zu beenden und nach vorne zu blicken – eine Sichtweise, die zuvor in der Form nicht geäußert wurde. Holden unterstützte die jüngste Offerte, nachdem Ortberg persönlich bei den abschließenden Verhandlungen involviert war und verdeutlicht hatte, dass dies das letzte Vertragsangebot sei, bevor frühere Zugeständnisse zurückgenommen würden.