Michael O'Leary provoziert mit Einladung und verweist auf EU-Restriktionen
Im Nachgang der medialen Auseinandersetzung um das Satellitensystem Starlink hat sich Ryanair-CEO Michael O'Leary im Rahmen einer Pressekonferenz direkt an Elon Musk gewandt. Trotz vorangegangener verbaler Scharmützel auf der Plattform X zeigte sich der Airline-Chef überraschend offen für Kapitalzuflüsse durch den Tesla-Gründer.
❓ Should Elon Musk buy Ryanair?
— NewstalkFM (@NewstalkFM) January 22, 2026
✈️ Michael O'Leary has said EU law would make it difficult for him to do so outright.https://t.co/2j3Lr7N0GP
O'Leary stellte klar, dass ein Investment in den irischen Billigflieger für Musk jederzeit möglich sei und bezeichnete dies als strategisch klugen Schachzug. Ein Einstieg würde als "sehr gutes Investment" bewertet werden, so der CEO.
Gleichzeitig dekonstruierte O'Leary jedoch jegliche Übernahmephantasien auf regulatorischer Ebene. Er betonte, dass Musk als Nicht-Europäer rechtlich keine Mehrheit an einer europäischen Fluggesellschaft übernehmen könne. Damit sind die auf Twitter (X) diskutierten Kaufszenarien faktisch ausgeschlossen.

Ökonomische Ineffizienz schließt Starlink-Kooperation für Ryanair aus
Abseits der Eigentümerstruktur sprechen harte wirtschaftliche Kennzahlen gegen eine operative Partnerschaft zwischen Ryanair und Musks Starlink. Experten klassifizieren das Satellitennetzwerk als kostenintensive Premiumlösung, die nicht mit dem strikten Low-Cost-Ansatz von Ryanair korreliert.
Der technologische Mehrwert von Starlink, das derzeit über das weltweit größte Netzwerk von rund 9.400 Satelliten verfügt, liegt primär in der Bereitstellung von stabilem Internet auf Langstreckenflügen. Legacy-Carrier wie die Lufthansa integrieren das System daher, um ihr Produktangebot auf Interkontinentalstrecken zu optimieren.
Da Ryanair dieses Marktsegment nicht bedient, existiert laut Analystenmeinung kein valider Business Case für eine Implementierung. O'Leary fokussiert sich stattdessen weiterhin auf aggressive Preisstrategien, intern als "Idioten-Angebote" bezeichnet, anstatt in teure In-Flight-Konnektivität zu investieren.
Marktanalysten bestätigen positive Wachstumsprognose für die Aktie
Ungeachtet der medialen Aufmerksamkeit um die Personalie Musk bleibt die fundamentale Bewertung der Ryanair-Aktie (WKN: A1401Z) positiv. Finanzexperten prognostizieren dem Unternehmen auch im laufenden Geschäftsjahr ein anhaltendes organisches Wachstum.
Basierend auf der aktuellen Marktposition und der Kostenstruktur wird die Aktie weiterhin als Kauf eingestuft. Zur Absicherung des Portfolios empfehlen Analysten, den Stoppkurs unverändert bei 22,00 Euro zu belassen.


