16. April, 2026

Wirtschaft

Eisenbahn-Verkehr in NRW rollt nach Gewerkschafts-Streik wieder an

Eisenbahn-Verkehr in NRW rollt nach Gewerkschafts-Streik wieder an

Der Lokführerstreik, der weite Teile des bundesweiten Bahnverkehrs lahmgelegt hatte, ist zu Ende gegangen. In Nordrhein-Westfalen wurde der Betrieb am Mittwochmorgen wieder aufgenommen, wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte. Der von der Lokführergewerkschaft GDL initiierte Ausstand endete plangemäß um 2 Uhr nachts und markierte den vorläufigen Höhepunkt im Tarifkonflikt.

Als sechste Eskalationsstufe im aktuellen Lohndisput hatte die GDL Dienstagnachmittag zum Streik aufgerufen, der 24 Stunden den Personenverkehr betraf. Bereits am Montagabend hatten die Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr eingesetzt. Die Bahn hatte versucht, den Ausstand rechtlich zu stoppen, scheiterte jedoch vor dem Landesarbeitsgericht in Hessen.

Zentrale Streitfrage zwischen GDL und Bahn ist die Forderung nach einer Verkürzung der Arbeitszeit für Schichtarbeiter ohne Lohnverlust. Während die Gewerkschaft eine Reduktion von 38 auf 35 Wochenstunden ohne Gehaltseinbußen fordert, legte die Bahn einen Kompromiss zur allmählichen Senkung auf 36 Stunden bis zum Jahr 2028 vor. Die GDL wies diesen Vorschlag zurück und ließ damit die Verhandlungen scheitern.