02. Mai, 2026

Wirtschaft

Einigung im Tarifstreit der Geldtransport-Branche: Bargeldversorgung zu Weihnachten gesichert

Einigung im Tarifstreit der Geldtransport-Branche: Bargeldversorgung zu Weihnachten gesichert

Die Nervosität um eine mögliche Bargeldknappheit in der Weihnachtszeit ist verflogen. Nach langwierigen Verhandlungen haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft im Tarifstreit der Geldtransport-Branche auf einen neuen Vertrag geeinigt. Rund 10.000 Beschäftigte der Branche dürfen sich über Gehaltssteigerungen von bis zu 8,43 Prozent über die nächsten zwei Jahre freuen. Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste bestätigte die Vereinbarung, die regional zwischen 6,5 Prozent in Nordrhein-Westfalen und bis zu 8,4 Prozent in den ostdeutschen Bundesländern variiert. Die Gewerkschaft Verdi bewertet das Resultat als vertretbar.

Kurzzeitig wurde befürchtet, der festgezogene Tarifkonflikt könnte vor Weihnachten zu Versorgungsengpässen bei den Geldautomaten führen. Dies wäre wohl dann der Fall gewesen, wenn Streiks dazu geführt hätten, dass Automaten unbefüllt bleiben.

Sonja Austermühle, Verdi-Verhandlungsführerin, zeigte sich zufrieden und betonte den langen Atem, den man bewiesen habe. Der neue Vertrag soll ab 2025 wirksam werden. Auf Arbeitgeberseite äußerte sich Hans-Jörg Hisam mit mahnenden Worten zu den kommenden betriebswirtschaftlichen Herausforderungen durch die Einigung. Am Dienstag war das Angebot nochmals moderat erhöht worden, um letztlich einen Abschluss zu erzielen.

Zuvor hatte ein bereits ausgehandelter Kompromiss die Zustimmung der Verdi-Mitglieder verpasst, als 66,9 Prozent den Vertragsentwurf ablehnten. Dieser überraschende Rückschlag führte zur Wiederaufnahme der Verhandlungen, die durch wiederholte Warnstreiks begleitet wurden. Um Auswirkungen auf die Bargeldversorgung abzumildern, hatten die Unternehmen reagiert und die Geldautomaten großzügiger mit Scheinen gefüllt.