Ein führender Manager des US-Hedgefonds Bridgewater Associates, Bob Prince, hat kürzlich eine exklusive Immobilie in einem der luxuriösesten Stadtteile Hongkongs erworben. Der Erwerb des Anwesens in Kadoorie Hill für 95 Millionen Hongkong-Dollar (umgerechnet 12,2 Millionen US-Dollar) wurde von einem Regierungsvertreter als Beweis für das international weiterhin ungetrübte Vertrauen in das Wirtschaftsgebiet gefeiert.
Während einer Konferenz des Hong Kong Monetary Authority (HKMA) erwähnte Albert Goh, ein leitender Beamter der Institution, diesen Kauf mit einem Augenzwinkern und sorgte bei den Anwesenden für Erheiterung. Die Ankündigung folgte auf einen Rückgang der Immobilienpreise in Hongkong, die im letzten Jahr um 11,3 Prozent gesunken waren. Diese Entwicklung wird durch politische Spannungen und Veränderungen im Status der Region weiter befeuert.
In seiner Ansprache erklärte Prince knapp: "Solide Fundamentaldaten und negative Marktstimmung bieten immer gute Investitionschancen." Trotz Herausforderungen bleibe Hongkong ein zentraler Punkt für das Geschäftsumfeld in Asien und biete großartige kulturelle Erlebnisse.
Der Kauf ist ein strategischer Zug, insbesondere im Hinblick auf das umfassende "Greater Bay Area"-Projekt, das als visionäre Integration von Hongkong mit benachbarten Regionen Chinas gilt. Zudem verspricht eine kürzlich angekündigte Partnerschaft zwischen Bridgewater und State Street, den Markt für komplexe Finanzprodukte in den USA zu erweitern.
Der Kauf von Prince folgte auf Berichte über ähnliche Investitionen seines Bridgewater-Kollegen Ray Dalio in Singapur. Während die Konferenz stattfand, wurden in Hongkong kontroverse Urteile verkündet, die die politische Unsicherheit der Region unterstreichen.