18. Februar, 2026

Wirtschaft

Ein Wirtschafts-Bündnis als Schutzmaßnahme gegen protektionistische Zollstrategien

Die deutsche Exportwirtschaft sieht sich auf den globalen Märkten mit zunehmenden Herausforderungen konfrontiert und fordert daher eine erweiterte internationale Kooperation, um den freien Handel zu sichern. Dirk Jandura, Präsident des Außenhandelsverbands BGA, plädiert für die Schaffung eines sogenannten "Handels-NATO"-Bündnisses, um der vermehrten Nutzung von Zöllen als politisches Druckmittel entgegenzuwirken.

Der Vorstoß von Herrn Jandura bezieht sich auf ein Konzept, das an die bekannte militärische Allianz der NATO erinnert, jedoch speziell auf die Abwehr von Handelssanktionen und Zollbestimmungen abzielt, die insbesondere während der Präsidentschaft von Donald Trump in den USA eingeführt wurden. Aufgrund dieser Machtspielchen auf dem internationalen Handelsparkett sieht sich die deutsche Exportwirtschaft zunehmend unter Druck gesetzt. Ein variabler Euro-Kurs erhöht zusätzlich die Unsicherheit und beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure auf preissensiblen Märkten.

Die aktuellen Trends spiegeln sich in gemäßigten Wachstumsprognosen für den Export wider, während ein kräftiger Anstieg der Importe zu erwarten ist. Janduras Vision einer "Handels-NATO" schlägt eine verstärkte Kooperation zwischen der Europäischen Union und Mitgliedern der Transpazifischen Freihandelszone CPTPP vor, die unter anderem Kanada, Australien und Japan umfasst. Bemerkenswerterweise wären Russland, die USA und China von dieser Initiative ausgeschlossen.

Ein Mechanismus, vergleichbar mit Artikel 5 der NATO, könnte bei Zollkonflikten aktiviert werden und kollektive Maßnahmen wie Gegenzölle oder die Einführung von Digitalsteuern ermöglichen, um unfairen Handelspraktiken zu begegnen. Die dringende Notwendigkeit dieses Vorhabens wird durch den schon zu verzeichnenden Rückgang deutscher Exporte in die USA verdeutlicht, die bis 2025 einen Rückgang von über neun Prozent erleben könnten. Parallel dazu sinken die Exporte nach China erheblich, während das Land weiterhin verstärkt günstige Waren nach Europa liefert, begünstigt durch die US-Zölle.

Zusätzlich zur problematischen Zollpolitik verliert die einst als Hüterin des freien Handels anerkannte Welthandelsorganisation (WTO) an Einfluss. Dies wird durch die wiederholte Infragestellung ihrer Handlungsfähigkeit durch bedeutende Mitglieder wie die USA verstärkt. Die deutsche Exportwirtschaft bekräftigt daher ihren Ruf nach einer internationalen Lösung, um die Stabilität und Vorhersehbarkeit des freien Handels zu bewahren.