Das Urteil eines Richters aus Delaware, das das 56 Milliarden Dollar schwere Vergütungspaket von Tesla-CEO Elon Musk erneut für ungültig erklärt, sorgt für hitzige Debatten unter führenden Technologiegrößen und Investoren. Es mehren sich die Stimmen, die Bedenken hinsichtlich der Unternehmensführung im Bundesstaat Delaware äußern. Cathie Wood, die Geschäftsführerin von Ark Invest, kritisierte die Entscheidung von Richterin Kathaleen McCormick heftig und bezeichnete sie als "aktivistische Richterin". Ihrer Meinung nach würden die Stimmrechte der Aktionäre untergraben. Diese hatten dem Paket zweimal mit großer Mehrheit zugestimmt, zuletzt im Juni 2023 mit 77 Prozent Zustimmung. Tesla selbst reagierte auf die Entscheidung via X, ehemals Twitter, und erklärte, dass man gegen das Urteil Berufung einlegen werde. Das Unternehmen warnte davor, dass Richter und Anwälte zunehmend die Kontrolle über Unternehmen in Delaware erlangen könnten – auf Kosten der eigentlichen Eigentümer: der Aktionäre. Auch andere prominente Stimmen äußerten sich kritisch. Y-Combinator-Mitgründer Paul Graham stellte infrage, ob Delaware weiterhin der Standardstaat für Unternehmensgründungen bleiben könne. Sequoia-Partner Shaun Maguire hob die enormen Anwaltskosten von 345 Millionen Dollar hervor, die im Gegensatz zu dem blockierten Vergütungspaket stehen.
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Ein umstrittenes Urteil: Delaware und die Machtkämpfe um Musks Vergütungspaket