28. Januar, 2026

Politik

Drohnenangriff auf ukrainischen Passagierzug fordert vier Todesopfer und löst internationale Besorgnis aus

Ein erneuter Drohnenangriff hat die Region Charkiw im Osten der Ukraine in Schrecken versetzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab bekannt, dass bei diesem Angriff mindestens vier Menschen ihr Leben verloren haben. Der Angriff richtete sich auf einen Passagierzug, und derzeit werden noch vier Personen vermisst, während zwei weitere Personen Verletzungen erlitten haben. Präsident Selenskyj verurteilte diesen willkürlichen Übergriff auf Zivilisten und betonte, dass es keinerlei militärische Rechtfertigung für ein solches Vorgehen gebe.

In einer eindringlichen Ansprache machte Selenskyj deutlich, dass ein solcher Angriff international als Akt des Terrorismus wahrgenommen werde. Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, den Druck auf Russland zu verstärken und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die russische Regierung zur Rechenschaft zu ziehen. Besonders hob Selenskyj hervor, dass es dringend erforderlich sei, den russischen Ölsektor ins Auge zu fassen, da dieser den fortlaufenden Krieg in der Ukraine finanziere. Der Präsident ermahnte die Weltgemeinschaft, entschlossen zu handeln und Einheit in ihren Maßnahmen zu zeigen, um effektiv auf die anhaltende Gewalt zu reagieren.

Der betroffene Passagierzug, der nach Angaben von Kuleba mehr als 200 Passagiere an Bord hatte, befand sich auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Barwinkowe, Lwiw und Tschop. Die Attacke erfolgte durch drei Drohnen, die laut Kuleba ursprünglich aus iranischer Produktion stammen sollen. Diese Drohnen trafen den Zug vor der Lokomotive sowie in einem der Waggons. Bereits in der Vergangenheit gab es wiederholt Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur, darunter der Zugverkehr und Bahnhöfe der Region. Doch die Tatsache, dass nun ein gezielter Angriff auf einen Passagierzug verübt wurde, unterstreicht die anhaltenden Spannungen und die Gefahr für Zivilisten im inzwischen vier Jahre dauernden Konflikt. Der Vorfall dient als weiteres ernüchterndes Beispiel für die unverminderte Gewalt und Eskalation in der Region.