09. Januar, 2026

Märkte

Dow Jones ergreift Initiative: Aufschwung der traditionellen Industriebranche

Zu Beginn des Handelstags am Donnerstag verhielt sich der Dow Jones Industrial Index zunächst zurückhaltend, bevor er letztlich einen positiven Trend einschlug. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich vor allem auf traditionelle Industrietitel der sogenannten Old Economy. Aktien von renommierten Unternehmen wie Home Depot, Nike, Coca-Cola, Procter & Gamble und Caterpillar standen hoch im Kurs und trugen zu einem Anstieg des US-Leitindex um 0,55 Prozent, auf insgesamt 49.266,11 Punkte, bei. Am Vortag hatte der Dow mit 49.621 Punkten ein neues Allzeithoch erreicht, bevor es zu einem leichten Rückgang kam.

Am Donnerstag blieb die große Volatilität aus, da der Arbeitsmarktbericht für Dezember bevorstand, der als wirtschaftlicher Höhepunkt der Woche galt. Der Bericht könnte mögliche Auswirkungen auf die Zinserwartungen der Kapitalmärkte haben. Der S&P 500, ein Index, der den breiten US-Aktienmarkt wiedergibt, zeigte sich mit 6.921,46 Punkten nahezu unverändert. Anders verhielt sich die Technologiebörse Nasdaq, wo der Nasdaq 100 um 0,57 Prozent auf 25.507,10 Punkte fiel. Dies ist auf Gewinnmitnahmen seitens der Investoren zurückzuführen, die ihre Positionen in kürzlich stark angestiegenen Halbleiteraktien reduziert haben.

Besonders bemerkenswert war der Aufschwung im Rüstungssektor, der sich von den jüngsten Marktturbulenzen erholte. Ein deutlicher Impuls kam von der Nachricht über das gesteigerte Militärbudget von 1,5 Billionen US-Dollar für das Jahr 2027, das bei Anlegern neue Hoffnungen auf höhere Profite in dieser Branche weckte. Aktien von Schlüsselakteuren wie Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris und Northrop Grumman verzeichneten Kursgewinne zwischen 1,7 und 5,2 Prozent.

Ungeachtet des allgemeinen Aufwärtstrends gerieten Alcoa-Aktien unter Druck und verzeichneten einen Rückgang um 2,6 Prozent. Dies geschah nach einer Herabstufung der Aktien auf "Underweight" durch JPMorgan. Analyst Bill Peterson sprach in seinem Quartalsausblick eine Präferenz für Kupferaktien aus und hob die aktuelle Bewertung der Alcoa-Aktien hervor, die kürzlich ein Hoch seit Juni 2022 erreicht hatten.

Im Pharmasektor stiegen die Aktien von Merck & Co um 2,2 Prozent, nachdem die "Financial Times" Berichte über mögliche Übernahmeverhandlungen mit Revolution Medicines veröffentlichte. In Reaktion darauf verteuerten sich die Aktien des Therapieentwicklers um 4,6 Prozent, was auf ein erhöhtes Interesse der Investoren an dieser potenziell strategischen Unternehmensentwicklung hindeutet.