11. Februar, 2026

Wirtschaft

Douglas erzielt trotz herausfordernder Bedingungen ein geringes Umsatzwachstum

Die renommierte Parfümeriekette Douglas sieht sich aufgrund anhaltender Unsicherheiten im Marktumfeld und einer erhöhten Preissensibilität ihrer Kundschaft mit Herausforderungen konfrontiert. Diese Entwicklungen haben jüngst zu einem gezielteren Kaufverhalten der Konsumenten und einer Nachfrage geführt, die stark von Rabattaktionen geprägt ist. Diese Trends haben das Geschäftsergebnis des Unternehmens belastet, wie bei der jüngsten Präsentation der Geschäftszahlen verdeutlicht wurde.

Douglas-Chef Sander van der Laan erläuterte, dass die Verbraucher ihre Ausgaben derzeit mit einer größeren Sorgfalt prüfen. Diese Tendenz verschärft den Wettbewerbsdruck im Einzelhandelssektor und macht Preisnachlässe für alle Marktteilnehmer zu einem entscheidenden Element. Nach einem positiven Wachstumsszenario in der Zeit unmittelbar nach der Pandemie spürt Douglas nun verstärkten Gegenwind, insbesondere im europäischen Geschäftsfeld.

Laut van der Laan tragen geopolitische Spannungen, fortdauernde Handelskonflikte sowie steigende Lebenshaltungskosten zu einer generellen Kaufzurückhaltung bei, die insbesondere in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich und den Niederlanden spürbar ist. Diese Faktoren hemmen derzeit das Marktwachstum in Europa. Nichtsdestotrotz bleibt das fundamentale Geschäftsmodell von Douglas profitabel und zukunftsfähig.

Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte das traditionell umsatzstarke vierte Quartal von Oktober bis Dezember einen leichten Umsatzanstieg verzeichnen. In diesem Zeitraum erzielte Douglas Einnahmen in Höhe von 1,67 Milliarden Euro, was einem moderaten Zuwachs von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In der DACH-Region, die Deutschland, Österreich und die Schweiz umfasst, verzeichnete das Unternehmen hingegen ein Umsatzwachstum von lediglich 0,6 Prozent. Gleichzeitig sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,2 Prozent auf knapp 145 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr, das im September endet, prognostiziert Douglas einen Umsatz in der Spanne zwischen 4,65 und 4,8 Milliarden Euro. Der Konzern betreibt nach eigenen Aussagen weltweit etwa 1.960 Filialen, darunter rund 340 Standorte in Deutschland. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt das Unternehmen bestrebt, seine Marktposition zu festigen und weiterhin profitabel zu agieren.