Die führende Online-Apotheke DocMorris zeigt nach wie vor starke Wachstumsimpulse und konnte im Jahr 2025 erfolgreich ihre Umsatzziele erreichen. Ein wesentlicher Treiber für dieses Wachstum war das elektronische Rezept in Deutschland, das den Absatz merklich ankurbelt. Jedoch musste das Unternehmen kürzlich die Möglichkeit einräumen, dass der bereinigte operative Verlust höher ausfallen könnte als bislang angenommen. Diese Ankündigung führte zu einem merklichen Kursrückgang der Aktien um fast fünf Prozent.
Im vergangenen Jahr erzielte DocMorris einen Außenumsatz von 1,19 Milliarden Schweizer Franken, was einem Betrag von etwa 1,28 Milliarden Euro entspricht. Damit verzeichnete das Unternehmen ein beeindruckendes Wachstum von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der lokalen Währung ausgedrückt, entspricht dies einem Wachstum von 11,1 Prozent, womit das interne Ziel von über zehn Prozent Wachstum erreicht und die Erwartungen der Analysten sogar leicht übertroffen wurden.
Im direkten Wettbewerbsvergleich fällt auf, dass DocMorris langsamer wuchs als der im MDax notierte Konkurrent Redcare Pharmacy. Dieser konnte ein beeindruckendes Umsatzplus von 24 Prozent bekanntgeben und erreichte einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Auf dem Hauptmarkt Deutschland konnte DocMorris ein Umsatzwachstum von 9,9 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken realisieren. Hierbei stiegen die Verkäufe rezeptpflichtiger Medikamente um 31 Prozent auf 234,8 Millionen Franken, blieben jedoch hinter den Prognosen der Analysten zurück.
Im Bereich der nicht rezeptpflichtigen Medikamente und digitalen Dienstleistungen in Deutschland stieg der Umsatz im Jahr 2025 um 5,4 Prozent auf 887,9 Millionen Franken. Besonders hervorstechend ist das digitale Geschäft, welches mit einem beachtlichen Umsatzanstieg von 110 Prozent in lokalen Währungen als starker Wachstumstreiber fungierte. Dieses Segment zeigt auf, wie wichtig digitale Innovationen für das zukünftige Wachstum des Unternehmens sind.
Angesichts dieser Entwicklungen hat DocMorris seine Prognose für das bereinigte operative Ergebnis angepasst. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Verlust zwischen 48 und 52 Millionen Franken, was eine Anpassung von der vorherigen Schätzung von 35 bis 55 Millionen Franken darstellt. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Management zuversichtlich und hält an seinen ehrgeizigen Zielen fest: Bis 2026 soll die operative Gewinnschwelle erreicht werden und bis 2027 plant man den Break-even im Bereich des Free Cashflows zu erreichen. Die vollständigen Jahresabschlüsse plant das Unternehmen, am 19. März zu veröffentlichen.