04. Februar, 2026

Wirtschaft

Diskussion über die Sicherheit bei der Rückführung der Goldreserven unter Trump

Angesichts der derzeitigen politischen Unsicherheiten unter der Führung von US-Präsident Donald Trump hat der Bund der Steuerzahler Deutschland eine Rückführung der in den USA gelagerten deutschen Goldreserven gefordert. Michael Jäger, Vizepräsident des Bundes der Steuerzahler, äußerte sich in einem Interview mit der „Mediengruppe Bayern“ und betonte, dass das Vertrauen in die Vereinigten Staaten durch die umstrittene Politik der Trump-Administration erheblich Schaden genommen habe.

Die deutschen Goldreserven, die von der Bundesbank verwaltet werden, gelten als die zweitgrößten der Welt. Mit einem Gesamtbestand von etwa 3.352 Tonnen bis Ende 2024 ist bereits mehr als die Hälfte der Reserven in Frankfurt sicher untergebracht. Gleichwohl lagern rund 1.236 Tonnen, was ungefähr 37 Prozent des Gesamtschatzes darstellt, nach wie vor in den Tresoren der Federal Reserve in New York. Diese Verteilung basiert auf einer lange etablierten transatlantischen Vertrauens- und Sicherheitsarchitektur.

Der Präsident der Bundesbank, Joachim Nagel, sieht aktuell keinen Anlass zur Veranlassung einer Rückführung der Goldbestände. In einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bekräftigte Nagel, dass die Lagerung der Reserven in den USA unter der Obhut der Federal Reserve als sicher bewertet wird. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Bundesbank und der Fed gilt als Garant für die zuverlässige Verwaltung des deutschen Goldes.

Im Gegensatz dazu weist Michael Jäger darauf hin, dass die gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen der USA, insbesondere die hohen Zinsbelastungen auf die Staatsschulden und der damit einhergehende Druck auf die US-Notenbank, durchaus ein potenzielles Risiko darstellen könnten. Besondere Besorgnis äußert Jäger über die theoretische Möglichkeit, dass Präsident Trump versucht sein könnte, den deutschen Goldschatz zur Bewältigung finanzieller Engpässe anzutasten. Diese Bedenken stützt er auf die Kosten, die das US-amerikanische Engagement in Deutschland und anderen Teilen Europas seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verursacht haben soll. Dennoch stellt Jäger klar, dass die finale Entscheidung über eine mögliche Rückführung des Goldes letztlich von der Bundesbank getroffen werden müsse.

Die Debatte um die Sicherheit und den Standort der deutschen Goldreserven offenbart nicht nur ökonomische, sondern auch politische Dimensionen. Die Diskussion ist emblematisch für die Herausforderungen, denen eine globalisierte Weltwirtschaft gegenübersteht, und sie spiegelt gleichzeitig wider, wie politische Entwicklungen und wirtschaftliche Sicherheit in einem internationalen Kontext miteinander verknüpft sind.