Übereinstimmenden Berichten internationaler Medien zufolge haben Vertreter der Regierungen aus dem Iran und den Vereinigten Staaten Gespräche im Sultanat Oman aufgenommen. Diese Treffen zeichnen sich zunächst durch einen indirekten Kommunikationsansatz aus, wobei der Außenminister Omans als Vermittler zwischen den beiden Parteien fungiert. Ursprünglich war Istanbul als Ort der Gespräche in Betracht gezogen worden, doch auf ausdrücklichen Wunsch Teherans fand letztlich Maskat den Vorzug als Veranstaltungsort.
Bislang gibt es weder von offizieller Seite in Washington noch in Teheran eine Bestätigung für das Stattfinden dieser Gespräche. US-Präsident Donald Trump hatte jedoch kürzlich angedeutet, dass beide Länder nach einer Phase erhöhter Spannungen bereit seien, erneut Verhandlungen aufzunehmen. Diese Spannungen wurden durch Trumps scharfe Kritik an der iranischen Regierung verschärft, die gewaltsam gegen regierungskritische Proteste vorging. In diesem Kontext bewertet die iranische Bevölkerung die neu aufgenommenen Verhandlungsgespräche mit gemischten Gefühlen. Vor allem jene, die sich zu Beginn des Jahres für tiefgreifende politische Veränderungen starkmachten, befürchten, dass die Gespräche die gegenwärtige Regierung in ihrer Machtposition stützen könnten.
Die inhaltlichen Schwerpunkte der Verhandlungen sollen vor allem das umstrittene Atomprogramm des Iran betreffen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi führt die Delegation seiner Nation an, während die Vereinigten Staaten durch ihren Sondergesandten Steve Witkoff vertreten werden. Erwähnenswert ist, dass in der Vergangenheit bereits ähnliche Verhandlungsrunden in Maskat stattgefunden haben, welche jedoch ohne nachhaltigen Fortschritt endeten, insbesondere aufgrund von Konflikten mit Israel.
In Expertenkreisen wird die Meinung vertreten, dass substanzielle Fortschritte nur durch direkte Gespräche zwischen den Parteien erzielt werden können. Gregory Brew, ein Berater der Eurasia Group, hat darauf hingewiesen, dass ohne direkte Kommunikation zwischen dem Iran und den USA die Chancen auf erfolgreiche Ergebnisse deutlich geschmälert seien. Auf der Plattform X unterstrich Brew die zentrale Bedeutung direkter diplomatischer Kontakte, um den komplexen Herausforderungen dieser Verhandlungen effektiv begegnen zu können.