Die Tarifverhandlungen bei Volkswagen sind in einem entscheidenden Stadium, nachdem bisher fünf Tage intensiver Gespräche geführt wurden. IG Metall, die federführende Gewerkschaft, hat angekündigt, am Freitagabend um 18.30 Uhr im Verhandlungsort Hannover ihre aktuelle Einschätzung über den Stand der Dinge zu äußern. An konkreten Informationen mangelt es noch, was die Spannung weiter anheizt.
Ziel der Verhandlungen ist eine Einigung bis Weihnachten, trotz tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien. Seit Anfang der Woche verhandeln Vertreter von Volkswagen und IG Metall in einem Hotel über kritische Themen wie Lohnkürzungen, Werksschließungen und betriebliche Entlassungen. Einige Teilnehmer haben bereits über Fortschritte berichtet; dennoch steht eine endgültige Einigung aus. Es wird zudem interessant zu beobachten sein, wie der VW-Aufsichtsrat, der sich am Nachmittag beraten soll, in den Prozess eingreift.
Im besonderen Fokus stehen die von Volkswagen ins Spiel gebrachten möglichen Werksschließungen und die drohenden betriebsbedingten Kündigungen. Diese Punkte sieht die IG Metall als unüberschreitbare "rote Linien", deren Missachtung untragbar wäre. Ebenfalls hart umkämpft ist die Forderung von Volkswagen nach einer pauschalen Lohnkürzung von zehn Prozent, die die Gewerkschaft entschieden zurückweist.