17. März, 2026

Politik

Die humanitäre Krise im Süden des Gazastreifens spitzt sich weiter zu

Die humanitäre Krise im Süden des Gazastreifens spitzt sich weiter zu

Die humanitäre Krise im Süden des Gazastreifens spitzt sich nach Angaben der palästinensischen Behörden weiter zu. Augenzeugen berichten, dass zehntausende Menschen in der Stadt Chan Junis in Zelten auf den Straßen leben, da es ihnen an Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften mangelt. Die Situation verschärfte sich, als die israelische Armee die Bewohner im Osten der Stadt aufforderte, in die westlichen Viertel oder nach Rafah an der Grenze zu Ägypten zu fliehen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte das israelische Militär die Evakuierung der Bevölkerung im nördlichen Teil des Gazastreifens angeordnet. Die Menschen wurden aufgefordert, in den Süden zu ziehen, insbesondere in die als "humanitäre Zone" ausgewiesene Gegend Al-Mawasi in der Nähe des Mittelmeers.

Laut dem Palästinenserhilfswerk der Vereinten Nationen (UNRWA) gibt es mittlerweile fast 1,9 Millionen Binnenvertriebene im Gazastreifen, obwohl die Gesamtbevölkerungszahl bei über 2,2 Millionen liegt.

Augenzeugenberichten zufolge sind tausende Familien von Chan Junis nach Al-Mawasi geflohen. Doch auch dort ist die Lage prekär, da es an Versorgungsgütern und Unterkünften mangelt.

Der Gaza-Krieg begann als Reaktion auf das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das von Hamas-Terroristen und anderen Terrorgruppen am 7. Oktober nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt wurde. Über 1.200 Menschen wurden dabei getötet. Israel reagierte daraufhin mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive im Gazastreifen seit Ende Oktober.

Laut dem Gesundheitsministerium, das von der Hamas kontrolliert wird, sind bisher mehr als 16.200 Menschen in Gaza getötet worden. Diese Zahlen können derzeit nicht unabhängig überprüft werden, allerdings weisen die UN und Beobachter darauf hin, dass die Angaben der Behörde in der Vergangenheit als glaubwürdig erwiesen haben.