05. Juli, 2026

KI

Die Giganten der KI: Welche Unternehmen 2035 den Markt dominieren könnten

Die Giganten der KI: Welche Unternehmen 2035 den Markt dominieren könnten

Viel kann in elf Jahren geschehen. Blicken wir zurück auf das Jahr 2013: „Frozen“ kam in die Kinos, Barack Obama trat seine zweite Amtszeit als Präsident an, und Twitter wurde an der New Yorker Börse gelistet. Aber welche drei Unternehmen dürften im Jahr 2035 die größten Akteure im Bereich künstliche Intelligenz sein? Hier sind unsere Prognosen.

Obwohl Microsoft oft das zweitgrößte Unternehmen der Welt ist, dürfte es dank seiner zahlreichen KI-Initiativen in den nächsten elf Jahren noch weiter wachsen. Besonders im Cloud-Dienstleistungssegment, Microsoft Azure, sollte das Unternehmen erheblich von der KI-Revolution profitieren. Azure, bereits das weltweit zweitgrößte Cloud-Service-Geschäft, ist gut positioniert, um zusätzlichen Umsatz zu generieren, da Unternehmen ihre Ausgaben für Cloud- und KI-Dienste erhöhen. Die maschinellen Lernwerkzeuge und vorgefertigten KI-Modelle dieses Segments könnten noch mehr Umsatz für Microsofts Intelligent Cloud erwirtschaften, das bereits über 100 Milliarden Dollar jährlichen Umsatz erzielt.

Darüber hinaus wird Microsoft in den nächsten zehn Jahren vermehrt KI-gestützte Funktionen in seine bekannte Software-Suite integrieren. Erste Integrationen von Copilot-KI sind bereits im Gange und mit der Weiterentwicklung von KI-Werkzeugen wird das Unternehmen in der Lage sein, noch mehr Einnahmen aus seiner Software-Suite und den darin integrierten KI-Zusätzen zu erzielen.

Amazon betreibt ebenso wie Microsoft eines der weltweit führenden Cloud-Service-Geschäfte, Amazon Web Services (AWS). AWS generiert bereits mehr als 100 Milliarden Dollar jährlichen Umsatz, aber dieser Wert dürfte aufgrund der KI-Revolution in den nächsten elf Jahren weiter steigen. AWS bietet eine breite Palette an KI-gestützten Dienstleistungen, die Entwickler und Unternehmen nutzen können, um KI-Modelle zu erstellen, zu trainieren und zu implementieren.

Darüber hinaus verwendet Amazon KI, um sein Kerngeschäft, den E-Commerce, zu optimieren. Das Unternehmen setzt bereits KI ein, um sein riesiges Logistiknetzwerk zu betreiben, Kaufmuster vorherzusagen, seine Versandzentren proaktiv zu bestücken und die schnellsten und günstigsten Versandrouten zu bestimmen. Amazon nutzt in seinen Einrichtungen bereits fast eine Million Roboter, und diese Zahl dürfte in den kommenden Jahren explosionsartig ansteigen, insbesondere wenn die Effizienz der Roboter steigt und die Arbeitskosten weiter zunehmen.

Schließlich ist da noch Nvidia, das aufgrund seiner Dominanz im Markt für Grafikkarten und KI-Anwendungen kaum überraschen dürfte. Nvidias Chips sind bei Entwicklern aufgrund ihrer Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit sehr gefragt. Dies wird sich so bald auch nicht ändern. Hinzu kommt, dass AI-Entwickler oft mit Nvidias CUDA-Plattform für paralleles Rechnen vertraut sind, was eine Eintrittsbarriere für die Konkurrenz darstellt.

Langfristig könnte Nvidia auch von der Weiterentwicklung autonomer Fahrtechnologien und innovativen Spieleentwicklungen profitieren. Erneutes Interesse an virtuellen Simulationen oder dem Metaverse könnte ebenfalls die Nachfrage nach seinen GPUs ankurbeln. Kurz gesagt, Nvidia bleibt aus gutem Grund eine solide Wahl: Seine Hardware ist die erste Wahl für Entwickler, die an der Spitze der Innovation arbeiten. Niemand kann genau vorhersagen, wie sich die nächsten elf Jahre entfalten werden, aber Nvidia ist heute so gut aufgestellt wie kaum ein anderes Unternehmen.