Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat einmal mehr zu einem koordinerten Kraftakt zur Stärkung der deutschen Wirtschaft aufgerufen. In einem Interview im 'ZDF-Morgenmagazin' appellierte die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi an die Notwendigkeit eines starken Bündnisses zwischen der Bundesregierung, den Arbeitgebern und den Gewerkschaften. Fahimi unterstrich, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, um auf höchster Ebene zusammenzuarbeiten und sowohl Wirtschaftswachstum als auch eine nachhaltige Standortpolitik in den Fokus der gemeinsamen Anstrengungen zu stellen.
Die Vorsitzende wies Forderungen nach einer Kürzung von Sozialleistungen kategorisch zurück. Ihrer Ansicht nach sind die Sozialkosten des Landes nicht als Belastung oder Hemmnis für die Wettbewerbsfähigkeit zu betrachten. Vielmehr seien es stabile Energiepreise und die technologische Führungsposition, die entscheidend für den fortdauernden industriellen Erfolg Deutschlands seien. Fahimi argumentierte, dass eine Abschwächung des Sozialstaats keine neuen wirtschaftlichen Impulse, besonders im Bereich der Automobilindustrie, schaffen würde. Vielmehr sei der Erhalt von Kaufkraft und Wachstum ausschlaggebend für die Belebung der wirtschaftlichen Dynamik.
Fahimis Vorstoß erinnert stark an das 'Bündnis für Arbeit, Ausbildungs- und Wettbewerbsfähigkeit', welches während der Amtszeit der rot-grünen Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen wurde. Bundeskanzler Friedrich Merz scheint ebenfalls den Ernst der Lage erkannt zu haben und äußerte in einem Neujahrsbrief an die Abgeordneten von Union und SPD seine Entschlossenheit, das Jahr 2026 als Jahr der Reformen zu deklarieren, um die deutsche Wirtschaft auf einen stabilen Wachstumspfad zurückzuführen. Diese Initiativen verdeutlichen die Dringlichkeit koordinierter Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in einer zunehmend globalisierten Weltwirtschaft zu erhalten und zu stärken.