18. März, 2026

Wirtschaft

DFL-Pläne stoßen bei Bayern München auf Verständnis und Kritik

DFL-Pläne stoßen bei Bayern München auf Verständnis und Kritik

Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat in Bezug auf den geplanten Investoren-Einstieg der Deutschen Fußball Liga (DFL) Verständnis für die besorgten Fans geäußert, gleichzeitig jedoch die Entscheidung der DFL verteidigt. Vor dem Spitzenspiel am Sonntagabend gegen den VfB Stuttgart erklärte er gegenüber dem Streamingdienst DAZN: "Ich verstehe die Fans in ihrer Besorgnis, aber ich bin sicher, dass die DFL die Balance zwischen Tradition und Vision finden wird."

Die 36 Profi-Clubs hatten der DFL am vergangenen Montag mit entsprechender Mehrheit das Mandat erteilt, in konkrete Verhandlungen mit einem strategischen Vermarktungspartner einzutreten. Diese Entscheidung wurde von vielen Fans mit großer Unzufriedenheit aufgenommen und führte zu diversen Protestaktionen am Wochenende.

Dreesen betonte jedoch, dass die geplanten Änderungen in der DFL richtig erklärt werden müssten. Es gehe nicht um einen Verkauf von Anteilen, sondern um eine Erlösbeteiligung an den Medieneinnahmen der Liga, und das mit maximal acht Prozent. Zudem habe die Liga bei den Ausschreibungen klare Grenzen gezogen, fügte er hinzu. "Ich glaube, da ist manches vielleicht auch noch nicht ausreichend kommuniziert worden", so Dreesen.

Die Diskussion um den möglichen Einstieg von Investoren in die DFL wird sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Fans hoffen dabei, dass der Fußball nicht zu sehr kommerzialisiert wird und die Tradition der Vereine nicht verloren geht. Die Entscheidung der DFL wird von vielen kritisch beäugt, aber auch von einigen Befürwortern begrüßt, die darin eine Chance für eine Stärkung des deutschen Fußballs sehen.