30. April, 2026

Wirtschaft

Dexit-Risikoalarm: Schwerwiegende ökonomische Folgen befürchtet

Dexit-Risikoalarm: Schwerwiegende ökonomische Folgen befürchtet

Einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge, zeichnet sich ein düsteres Bild für die Wirtschaft Deutschlands, sollte das Land ernsthaft einen Austritt aus der Europäischen Union erwägen. Die Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, legt nahe, dass ein solches Szenario eine herbe ökonomische Krise auslösen würde, die einen anhaltenden Verlust an Wohlstand für die Bevölkerung Deutschlands zur Folge hätte. Die Forderung der AfD, die europäische Integration teilweise rückgängig zu machen, könnte demnach zu dramatischen Konsequenzen führen. Die Prognosen der Forscher sind alarmierend: Innerhalb von fünf Jahren könnte ein hypothetischer Dexit zu einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um schätzungsweise 5,6 Prozent führen, was sich auf rund 690 Milliarden Euro belaufen würde. Zudem wäre mit dem Verlust von etwa 2,5 Millionen Arbeitsplätzen zu rechnen, was in seiner Dimension den wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Pandemie und der gegenwärtigen Energiekostenkrise gleicht. Interessanterweise basieren diese Zahlen auf einem retrospektiven Szenario. Die Forscher untersuchten die wirtschaftlichen Folgen, welche Deutschland erfahren hätte, wäre es Großbritannien im Zuge des Brexit gefolgt. Hierfür analysierten sie die wirtschaftlichen Auswirkungen des britischen Austritts seit dem Referendum im Sommer 2016 und übertrugen diese Ergebnisse auf die deutsche Wirtschaft, unter Berücksichtigung der spezifischen Unterschiede zwischen den beiden Nationen. Die Studie zeigt auf, dass die tatsächlichen Auswirkungen eines Dexit vermutlich noch höher lägen, insbesondere wegen der engeren Verflechtung Deutschlands mit der EU und seiner Euro-Mitgliedschaft. Das Szenario des Brexit verdeutlicht bereits negative Effekte für Großbritannien, einschließlich Wertverlust des Pfunds, erhöhte Importkosten und gedämpfte Investitionen durch Unsicherheiten. Darüber hinaus hat das Vereinigte Königreich den Handelsboom innerhalb der EU verpasst und die neuen Freihandelsabkommen, die geschlossen wurden, bieten nur einen marginalen ökonomischen Nutzen. Die in der Studie erwähnten geringfügigen BIP-Zuwächse, die aus den neuen Handelsabkommen mit Australien und Neuseeland resultieren, treten in einem verschwindend geringen Verhältnis zu den geschätzten Verlusten des Brexit. Diese Einschätzung verdeutlicht, dass die wirtschaftlichen Nachteile eines Austritts kaum durch neue Handelsbeziehungen kompensiert werden könnten.