Boris Pistorius, Deutschlands Verteidigungsminister, hat seine diplomatische Reise in den Vereinigten Staaten angetreten und nutzt diese Gelegenheit, um bedeutende militärpolitische Dialoge zu führen. In New York angekommen, richtet sich sein erstes Augenmerk auf eine Veranstaltung mit dem American Jewish Committee, wo der SPD-Politiker zu Vertretern dieser einflussreichen Organisation sprechen wird. Im Herzen der UN – der Völkergemeinschaft, die sich dem globalen Frieden verpflichtet fühlt – hat Pistorius sodann einen Termin mit UN-Generalsekretär António Guterres vorgesehen, um über weltweite Sicherheitsbelange zu diskutieren.
Die Diskurse mit den nordamerikanischen Verbündeten USA und Kanada stehen ganz im Zeichen der Weltlage und Deutschlands ambitionierter Rolle im transatlantischen Bündnis. Gespräche mit den amerikanischen und kanadischen Amtskollegen, Lloyd Austin und Bill Blair, stehen ebenso auf der Agenda des Ministers. Sie werden in Washington und Ottawa wichtige sicherheitspolitische Themen, einschließlich der Entwicklungen in der Ukraine, erörtern.
Eine besonders relevante Frage für die Sicherheitspolitik stellt die potenzielle Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus dar. In Berlin herrscht Besorgnis über die Bereitschaft Deutschlands, auf die möglichen politischen Veränderungen und Versprechen Trumps, unzureichend investierenden Alliierten keine militärische Unterstützung im Falle russischer Aggressionen zu leisten, zu reagieren.
Zwischen diplomatischen Terminen besucht Pistorius auch den Rüstungsgiganten Boeing in Philadelphia, um die Umsetzung zweier Bundeswehraufträge zu besichtigen: die Lieferung von 60 CH47-F "Chinook" Schwerlasthubschraubern sowie mehrerer P-8A "Poseidon" Seefernaufklärer. Diese Einkaufsentscheidungen unterstreichen Deutschlands Bestreben, die militärische Schlagkraft und Modernität der eigenen Streitkräfte zn unterstützen. Darüber hinaus ist ein weiterer großer Rüstungsdeal mit Lockheed Martin für die Beschaffung von 35 Tarnkappenjets vom Typ F-35 geplant. Deutsche Rüstungsinvestitionen in milliardenschwerem Umfang in den USA vermitteln eine deutliche Botschaft hinsichtlich der Erneuerung und des Engagements der deutschen Verteidigungspolitik.