Deutschland hat einen bedeutenden Vorstoß auf internationaler Ebene unternommen, indem es Generalinspekteur Carsten Breuer als Kandidaten für den prestigeträchtigen Vorsitz des NATO-Militärausschusses nominiert hat. Dies wurde von Verteidigungsminister Boris Pistorius mit Nachdruck während eines Treffens der NATO-Bündnispartner in Brüssel verkündet. Pistorius äußerte großes Vertrauen in Breuers Qualifikationen und bezeichnete ihn als exzellenten Kandidaten, dessen analytische Fähigkeiten und strategischer Weitblick besonders im Hinblick auf die Sicherheit Europas unersetzlich seien.
Der bevorstehende Wahlprozess wird die Nachfolge des derzeitigen Vorsitzenden Giuseppe Cavo Dragone regeln, wobei die endgültige Entscheidung im September in Kopenhagen erwartet wird. Der neu ernannte Vorsitzende wird ab Sommer 2027 offiziell sein Amt antreten. Innerhalb der NATO hat grundsätzlich jeder Mitgliedstaat das Recht, einen Kandidaten zu nominieren, was dem Auswahlprozess eine dynamische und unvorhersehbare Note verleiht.
Die Rolle des Vorsitzenden des Militärausschusses ist eine der einflussreichsten Positionen innerhalb des Bündnisses. Diese Schlüsselrolle umfasst nicht nur die Funktion als wichtigster militärischer Berater des NATO-Generalsekretärs, sondern auch die essenzielle Aufgabe, als zentrales Bindeglied zwischen den Generalstabschefs der Mitgliedsstaaten und den politischen Entscheidungsträgern der Allianz zu dienen.
Carsten Breuer, der im März 2023 die Position des Generalinspekteurs der Bundeswehr übernommen hat, bringt eine eindrucksvolle Karrierebilanz mit sich. Als ehemaliger Leiter des Territorialkommandos erlangte er Anerkennung für seine Führungsfähigkeiten, insbesondere während der Herausforderungen der Corona-Pandemie. Dies verlieh seiner Führung eine besondere Glaubwürdigkeit.
Verteidigungsminister Pistorius würdigte Breuers wesentlichen Beitrag zur Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeiten und unterstrich seine Fähigkeit zu effektiven Abstimmungen mit führenden Politikern, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul. Diese reibungslose und produktive Zusammenarbeit hebt die breite Unterstützung hervor, die Breuers Nominierung sowohl national als auch international erfährt.