Die Deutsche Telekom hat kürzlich in München mit großem Medieninteresse eine wegweisende KI-Fabrik eröffnet, die als zentrale Innovationsplattform für die Industrie, aufstrebende Start-ups und den öffentlichen Sektor fungiert. Konzernchef Timotheus Höttges stellte die Einrichtung als manifestes Zeugnis für Europas Fortschritte und Fähigkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz dar. Unterstützt durch den amerikanischen Technologiegiganten Nvidia und das europäische Softwareunternehmen SAP, konnten in dieses ambitionierte Projekt über eine Milliarde Euro investiert werden.
Der deutsche Vizekanzler Lars Klingbeil betonte, dass dieses Projekt nicht nur richtungsweisend für private Investitionen in Deutschland sei, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas leiste. Ziel des Großprojektes ist es insbesondere, die Bearbeitung sensibler Daten europäischer Unternehmen in einem sicheren Umfeld zu ermöglichen, ohne auf die Infrastruktur amerikanischer Technologiekonzerne angewiesen zu sein.
Im Zentrum der hochmodernen Anlage befinden sich über 10.000 von Nvidia entwickelte Grafikprozessoren, die den sogenannten Deutschland-Stack betreiben. Dieser beinhaltet moderne KI-Anwendungen, bereitgestellt von SAP und der Telekom, die eine stark gesicherte Nutzung von Daten garantieren. Dies befähigt Kunden aus großen und mittelständischen Unternehmen, von einer unabhängigen technologischen Infrastruktur zu profitieren, die sowohl Effizienz als auch Datenschutz gewährleistet.
Zu den ersten bedeutenden Kunden zählen namhafte Unternehmen wie Siemens und Agile Robots, während Partner wie Perplexity und PhysicsX bei der Eröffnung aktiv vertreten waren. Das Rechenzentrum hat bereits mit diesen ersten Partnerschaften eine Auslastung von über einem Drittel erreicht. Ein besonders herausragendes Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover konzentriert sich auf die Entwicklung eines europäischen Large Language Models (LLM). Dieses Projekt stärkt die Position der Telekom als Vorreiter auf dem Gebiet der technologischen Innovationen.
Über die fachliche Exzellenz hinaus ist der Standort im Tucherpark ein Beispiel für umweltbewusste Energieversorgung. Die Integration erneuerbarer Energien und die innovative Kühlung des Rechenzentrums durch das benachbarte Wasser des Eisbachs verdeutlichen die zukunftsorientierte Ausrichtung dieses symbolträchtigen Bauvorhabens. Mit dieser nachhaltigen Infrastruktur sendet die Deutsche Telekom ein starkes Signal für die harmonische Verbindung von Technologie und Ökologie.