17. März, 2026

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Deutsche Staatsanleihen verlieren an Wert aufgrund schwacher Konjunkturdaten

Deutsche Staatsanleihen verlieren an Wert aufgrund schwacher Konjunkturdaten

Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Dienstag gefallen. Trotz erwarteter Auftriebe blieben die Festverzinslichen aufgrund unerwartet schwacher Konjunkturdaten unbeeindruckt. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future gab bis zum frühen Abend um 0,37 Prozent auf 135,35 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 2,19 Prozent. In der gesamten Eurozone verzeichneten die Renditen einen Anstieg.

Die deutsche Industrie präsentiert sich bereits den sechsten Monat in Folge schwach. Im November sank die Gesamtproduktion um 0,7 Prozent, während Volkswirte einen erwarteten Anstieg um 0,3 Prozent vorhergesagt hatten.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, weist darauf hin, dass auch die Einzelhandelsumsätze im November einen empfindlichen Rückgang verzeichneten. Er betont, dass es für eine Volkswirtschaft schwierig wird, wenn weder die Industrie noch die Konsumenten zum Wachstum beitragen. Die Kombination aus hoher Inflation, Zinsen und einer schwachen Weltwirtschaft könnte letztendlich in einer Rezession resultieren.

Die Nachfrage nach Anleiheauktionen in Europa ist derzeit hoch. Die belgischen zehnjährigen Anleihen verzeichneten eine Rekordnachfrage, genauso wie die britischen zwanzigjährigen Titel.