04. März, 2026

Wirtschaft

Deutsche Reiselust bleibt stabil: Urlaubsplanungen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten

Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Herausforderungen bleibt die Reiselust der Deutschen auf bemerkenswerte Weise ungebrochen. Eine aktuelle Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) offenbart, dass etwa 67 Prozent der Bevölkerung im kommenden Jahr eine oder mehrere Urlaubsreisen planen. Allerdings verzeichnet die Studie im Vergleich zur Vorjahreserhebung einen Rückgang der festen Reiseabsichten um neun Prozentpunkte. Interessanterweise ist fast ein Viertel der Befragten hinsichtlich ihrer Urlaubspläne noch unentschlossen, während neun Prozent bislang keine Reisepläne haben.

Diese Umfrageergebnisse präsentierte der Studienautor Martin Lohmann im Vorfeld der renommierten CMT-Messe in Stuttgart. Diese Messe gilt als die weltgrößte Publikumsveranstaltung für Tourismus und Freizeit und dient als bedeutender Indikator für Entwicklungen und Trends innerhalb der Branche. Im vergangenen Jahr wurden laut der Studie circa 69 Millionen längere Urlaubsreisen mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen unternommen. Kurzausflüge, die eine Reisedauer von zwei bis vier Tagen umfassen, beliefen sich auf rund 98 Millionen Reisen. Der leichte Anstieg beider Kategorien im Vergleich zum Vorjahr deutet auf eine weiterhin bestehende Reiselust hin, trotz der wirtschaftlich angespannten Lage.

Expertenprognosen für das laufende Jahr lassen auf eine Stabilität der Reiseaktivität auf einem hohen Niveau hoffen. Dies steht im Gegensatz zu den pessimistischen Erwartungen, die angesichts der allgemein angespannten wirtschaftlichen Situation vorherrschen. Nichtsdestotrotz zeigt die Umfrage, dass etwa 60 Prozent der Befragten davon ausgehen, auch im Jahr 2026 über ausreichende finanzielle Mittel für Urlaubsreisen zu verfügen. In der Konsumpriorität der Deutschen rangieren Urlaubsaktivitäten damit an dritter Stelle, hinter Ausgaben für Lebensmittel und Gesundheit.

Lohmann betonte, dass die Möglichkeiten und der Wille, Reisen zu unternehmen, die wesentlichen Voraussetzungen für den Fortbestand von Urlaubsreisen darstellen. Obwohl das Niveau von 2019, dem Jahr vor der Pandemie mit 71 Millionen längeren Urlaubsreisen, noch nicht wieder erreicht ist, veranschaulichen die aktuellen Zahlen einen deutlichen Erholungstrend. Der Auftakt der CMT-Messe, die bis zum 25. Januar andauert, markiert einen weiteren Meilenstein für die Erholungsphase der Tourismusbranche. Im Vorjahr zog diese bedeutende Ausstellung etwa 260.000 Besucher an und bot über 1.500 Ausstellern die Möglichkeit, ihre vielfältigen Angebote im Bereich des Tourismus und der Freizeit zu präsentieren.