07. Januar, 2026

Wirtschaft

Deutsche Messeindustrie blickt zuversichtlich in kommende Zeiten

Die deutsche Messebranche zeigt sich angesichts der aktuellen Wirtschaftslage optimistisch und plant eine erhebliche Intensivierung ihrer Aktivitäten für das laufende Jahr. Der Branchenverband Auma hat bekannt gegeben, dass an den rund 70 Messeplätzen in Deutschland über 320 Messen abgehalten werden sollen. Stuttgart nimmt hierbei mit etwa 25 geplanten Leitmessen eine führende Position unter den deutschen Messestädten ein, gefolgt von Köln und Nürnberg, die jeweils 24 Veranstaltungen planen.

Diese verstärkte Veranstaltungsdichte markiert eine Rückkehr zu den Zahlen von 2019, dem letzten Jahr vor der COVID-19-Pandemie, als etwa 350 Messen stattfanden. Im Jahr 2022 wurden über 300 Messen mit fast 190.500 Ausstellern und einem Besucheraufkommen von etwa 12,8 Millionen Menschen realisiert. Dies entspricht einem leichten Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jedoch sind die Besucherzahlen, vor allem aus dem Fachpublikum, noch nicht auf das Niveau vor der Krise zurückgekehrt. Verantwortlich dafür sind unter anderem erhöhte Reisekosten, gestiegene Ausgaben für Unterkünfte und ein Wandel der Transportmärkte. Hinzu kommen Änderungen in den Branchenstrukturen sowie neue Präferenzen und Erwartungen der Messebesucher. Trotzdem bleibt die Messewirtschaft eine der wenigen Branchen, die mit einem positiven Blick auf die Zukunft vorausschaut. Dies wird auch durch den Umstand untermauert, dass etwa zwei Drittel der weltweit wichtigsten Messen in Deutschland stattfinden.

Zu den erfolgreichsten Messen gehören die Grüne Woche und die IFA in Berlin, die IAA, die im Jahr 2026 in Hannover veranstaltet wird, sowie die Gamescom in Köln, die jährlich viele Besucher anziehen. Einer Studie des Verbands zufolge bietet die Messewirtschaft in Deutschland etwa 280.000 Arbeitsplätze und leistet damit einen wesentlichen Einsatz zur nationalen Wirtschaft.

Die Messewirtschaft demonstriert durch diese Entwicklung nicht nur ihre Anpassungsfähigkeit, sondern auch die unverändert hohe Attraktivität Deutschlands als führender Messestandort im internationalen Vergleich. Angesichts der gestiegenen Herausforderungen bleibt der Sektor zukunftsorientiert und strebt nach einer kontinuierlichen Anpassung an sich wandelnde Marktbedingungen.