15. März, 2026

Wirtschaft

Deutsche Fruchtsaft-Industrie kämpft mit Apfelsaft-Knappheit

Deutsche Fruchtsaft-Industrie kämpft mit Apfelsaft-Knappheit

Die deutsche Fruchtsaft-Industrie hatte im vergangenen Jahr mit einer unerwarteten Herausforderung zu kämpfen: Es wurde so wenig Apfelsaft hergestellt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Laut Angaben des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) wurden lediglich 241 Millionen Liter Apfelsaft produziert. Das entspricht einem Rückgang von einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr, als noch 368 Millionen Liter gekeltert wurden. Der Grund für dieses drastische Minus liegt in der schwachen Streuobst-Ernte. Der VdF-Geschäftsführer Klaus Heitinger führte dies auf die Auswirkungen mehrerer trockener Sommer auf die Streuobstwiesen zurück. Durch die anhaltende Trockenheit wurden die Bäume geschwächt und somit weniger Obst produziert. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Apfelsaft-Produktion deutlich zurückgegangen ist. Bereits in den Jahren zuvor war ein Rückgang zu verzeichnen, beispielsweise wurden 2020 noch 401 Millionen Liter Apfelsaft hergestellt. Diese Nachricht ist nicht nur für die fruchtsaftverarbeitenden Unternehmen, sondern auch für die Verbraucher von Bedeutung. Apfelsaft ist in Deutschland eines der beliebtesten Getränke und wird daher in großen Mengen konsumiert. Ein Engpass in der Produktion kann daher zu steigenden Preisen und möglicherweise zu Lieferengpässen führen. Die Apfelsaft-Industrie wird daher intensiv daran arbeiten müssen, diese Herausforderung zu bewältigen und alternative Lösungen zu finden. Eine Möglichkeit könnte beispielsweise sein, auf Importe aus anderen Ländern zurückzugreifen, um den Bedarf der Verbraucher decken zu können.