11. Februar, 2026

Wirtschaft

Deutsche Börse erzielt Rekordresultat: Expansion und strategische Übernahmen als Schlüsselfaktoren des Erfolgs

Die Deutsche Börse AG hat im Jahr 2025 ein herausragendes Geschäftsergebnis erzielt, welches durch gezielte strategische Übernahmen und eine anhaltende Nachfrage nach Finanzmarkt-Produkten gestützt wurde. Das Unternehmen hat in Folge dessen die Erhöhung der Dividende bekanntgegeben und eine optimistische Wachstumsprognose für das kommende Jahr aufrechterhalten. Der Vorstandsvorsitzende Stephan Leithner betonte, dass es der Deutschen Börse gelungen sei, trotz makroökonomischer Herausforderungen wie dem gegenwärtigen Zinsumfeld, geringer Volatilität und Währungseffekten ein starkes strukturelles Wachstum zu realisieren.

Als im DAX gelisteter Konzern verzeichnete die Deutsche Börse einen Anstieg der Nettoerlöse, ohne das zinsabhängige Treasury-Ergebnis, um beeindruckende neun Prozent auf insgesamt 5,2 Milliarden Euro. Das EBITDA kletterte um drei Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, während der operative Gewinn ohne das Treasury-Ergebnis um bemerkenswerte 14 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert wurde. Diese soliden Ergebnisse erfüllten die Marktbeobachtererwartungen. Der Nettogewinn konnte um drei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, ein Beweis für die finanzielle Stabilität und das Wachstumspotential des Unternehmens.

In Reaktion auf diese positiven Entwicklungen hat das Unternehmen angekündigt, die Dividende um 20 Cent auf insgesamt 4,20 Euro pro Aktie zu erhöhen. Finanzvorstand Jens Schulte ergänzte, dass die Gesamtausschüttung, einschließlich Aktienrückkäufen, auf einen neuen Rekordwert von 1,3 Milliarden Euro ansteigen wird. Dies reflektiert das kontinuierliche Bemühen der Deutschen Börse, den Unternehmenswert für ihre Aktionäre zu maximieren und Vertrauen in die zukünftige Entwicklung auszudrücken.

Parallel dazu bestätigte der Konzern seine optimistischen Prognosen für das laufende Jahr, mit einem erwarteten Anstieg der Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis auf 5,7 Milliarden Euro und einem avisierten EBITDA von 3,1 Milliarden Euro. Leithner betonte das Vertrauen des Unternehmens in seine Wachstumsstrategie und die Erreichung der operativen Ziele bis 2026. In den vergangenen Jahren hat die Deutsche Börse ihr Geschäftsmodell diversifiziert und sich vermehrt außerhalb der klassischen Aktienmärkte engagiert, um die Abhängigkeit von Marktvolatilitäten zu minimieren.

Im Januar 2025 gab die Deutsche Börse bekannt, die Fondsplattform Allfunds für über fünf Milliarden Euro erwerben zu wollen – eine historische Transaktion für das Unternehmen und ein bedeutender Schritt zur Erweiterung des Produktportfolios. Trotz der positiven Geschäftszahlen blieb der Aktienkurs am Mittwoch unverändert, nachdem er im regulären Handel um rund drei Prozent gefallen war. Mit einem deutlichen Rückgang von etwa 15 Prozent in den letzten zwölf Monaten und einem aktuellen Kurs von etwa 203 Euro liegt die Aktie weit unter ihrem Allzeithoch von über 294 Euro. Dieses Ergebnis spiegelt die Herausforderungen wider, denen sich das Unternehmen in einem volatilen Marktumfeld gegenüber sieht.