14. Februar, 2026

Wirtschaft

Deutsche Bahn und GDL erzielen Fortschritte in Tarifverhandlungen

In den bislang herausfordernden Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zeichnet sich nun eine potenziell vielversprechende Wende ab. Ein Unternehmenssprecher der Deutschen Bahn äußerte sich jüngst optimistisch über den Fortgang der Gespräche und bezeichnete die erzielten Fortschritte als substanziell. Die bevorstehende Verhandlungsrunde, die als entscheidend angesehen wird, ist für den 23. Februar angesetzt.

Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer zeigt sich zuversichtlich hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen. Die Verhandlungen bewegen sich, so Aussagen aus der Gewerkschaft, in eine positive Richtung und haben in mehreren essentiellen Bereichen sowohl nachvollziehbare Fortschritte als auch strukturelle Klarstellungen hervorgebracht.

In einer Erklärung betonte der geschäftsführende Vorstand der GDL die Notwendigkeit, den zukünftigen Gesprächen mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu begegnen, um die bisherigen Errungenschaften zu konsolidieren und weiter auszubauen. Während konkrete Details zum Verhandlungsstatus von beiden Seiten noch unter Verschluss gehalten werden, mahnt der Vorstand zur Vorsicht und Wachsamkeit im weiteren Verlauf der Verhandlungen.

Der Beginn dieser Woche war von Drohungen der GDL überschattet worden, die Verhandlungen abzubrechen, falls zeitnahe Ergebnisse ausbleiben sollten. Auch die Möglichkeit von Warnstreiks steht weiterhin im Raum, wie GDL-Vorsitzender Mario Reiß ankündigte. Zwar besteht noch bis Ende Februar eine vertraglich bindende Friedenspflicht, jedoch könnten bereits im März erneute Arbeitskämpfe die Abläufe der Bahn maßgeblich beeinträchtigen.

Zuvor hatte die Deutsche Bahn ein Angebot unterbreitet, welches von der GDL aufgrund als unzureichend erachteter Bedingungen zurückgewiesen wurde. Das Angebot beinhaltete eine geplante Erhöhung der Gehälter um 3,8 Prozent, verteilt auf zwei Schritte, ergänzt durch weitere 2,2 Prozent über strukturelle Anpassungen, beispielsweise durch die Einführung einer neuen Entgeltstufe. GDL-Chef Reiß kritisierte das Angebot scharf, da es bei einer Laufzeit von 30 Monaten lediglich eine minimale Steigerung von 0,4 Prozent für das laufende Jahr mit sich bringe.