09. Februar, 2026

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Der Lolita-Express der Deutschen Bank: Das Millionen-Geheimnis des Jeffrey Epstein

Während minderjährige Mädchen für Sex-Partys ausgebeutet wurden, fungierte das Frankfurter Geldhaus als Tresor für hunderte Millionen Dollar des Pädophilen.

Der Lolita-Express der Deutschen Bank: Das Millionen-Geheimnis des Jeffrey Epstein
Schock-Bericht: Deutsche Bank finanzierte Reisen für Epsteins „Models“. Wie das Frankfurter Geldhaus das System des Pädophilen stützte.

Die Akten des Schreckens liegen nun auf dem Tisch. Das US-Finanzministerium hat Millionen von Dokumenten freigegeben, die das perfide Finanzsystem des Jeffrey Epstein enttarnen. Es ist ein Blick in den Abgrund der Frankfurter Bankenwelt, der weit über bloße Nachlässigkeit hinausgeht. Die Unterlagen zeigen schwarz auf weiß, dass die Deutsche Bank nicht nur irgendeine Bank für den verurteilten Sexualstraftäter war – sie war seine wichtigste finanzielle Festung.

Zwischen 2013 und 2019, einer Zeit, in der Epstein bereits als registrierter Sexualstraftäter bekannt war, fungierte die Deutsche Bank als Drehscheibe für sein Imperium. Die Zahlen sind atemberaubend: Auf dem Höhepunkt der Geschäftsbeziehung lagerte Epstein rund 135 Millionen US-Dollar bei dem deutschen Institut. Das ist mehr als ein Drittel seines gesamten damaligen Vermögens von 386 Millionen Dollar.

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Frankfurt wird zum Hauptquartier für das Vermögen des Pädophilen

Die Intensität der Partnerschaft zwischen dem pädophilen Investor und dem größten deutschen Geldhaus wirft ein grelles Licht auf das eklatante Versagen der Kontrollinstanzen. Während Epstein in den USA als Persona non grata galt, durfte er in Frankfurt scheinbar ungestört über ein Geflecht von 14 verschiedenen Konten und Vermögenswerten verfügen.

Sein Reichtum war dabei keineswegs statisch. Im Jahr 2017 schwoll sein Besitztum sogar auf die Rekordsumme von 454 Millionen US-Dollar an. Die Deutsche Bank war dabei stets an seiner Seite, auch wenn die dort geparkte Summe über die Jahre leicht auf 94 Millionen Euro abschmolz. Es stellt sich die dringende Frage, warum interne Alarmsysteme bei einem Kunden mit dieser Vorgeschichte und derartigen Millionenbewegungen stumm blieben.

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Deutsche Bank finanzierte Miete und Reisen für scheinbare Models

Besonders verstörend ist der Verwendungszweck der Gelder, die über die Frankfurter Konten flossen. Eine interne Präsentation der Bank für die New Yorker Staatsanwaltschaft offenbart, dass das Institut Zahlungen an „scheinbar ausländische Models“ abwickelte. Hinter diesem euphemistischen Begriff verbargen sich nach heutigem Kenntnisstand die Opfer Epsteins.

Mehrere hunderttausend Dollar flossen von den Konten der Deutschen Bank direkt an diese jungen Frauen – getarnt als „Miete“, „Studiengebühren“ oder „Reisen“. Das Geldhaus wurde so zum unfreiwilligen, aber grob fahrlässigen Zahlmeister eines Systems aus Menschenhandel und sexueller Ausbeutung. Es war die finanzielle Infrastruktur für das Grauen, das sich auf Epsteins Privatinsel und an Bord des „Lolita Express“ abspielte.

Das Compliance Versagen kostet die Bank Millionen und ihre Reputation

Die Quittung für diese moralische Bankrotterklärung folgte bereits im Jahr 2020 in Form einer Strafe von 150 Millionen US-Dollar durch die New Yorker Finanzaufsicht. Die Kritik der Behörden war vernichtend. Linda Lacewell, die damalige Leiterin der Aufsicht, konstatierte, dass die Bank es „in unentschuldbarer Weise versäumt“ habe, verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe aufzudecken oder zu verhindern.

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Die Deutsche Bank versucht heute, den Schaden durch Demut zu begrenzen. „Wie seit dem Jahr 2020 immer wieder betont, erkennt die Bank ihren Fehler an, Jeffrey Epstein 2013 als Kunden aufgenommen zu haben“, erklärte ein Sprecher gegenüber der WirtschaftsWoche. Man habe aus dem Fehler gelernt und massiv in die Bekämpfung von Finanzkriminalität investiert.

Christian Sewing entschuldigt sich für den schweren Onboarding Fehler

Auch der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing persönlich sah sich gezwungen, öffentlich um Verzeihung zu bitten. In einem Interview mit CNBC räumte er ein, dass das „Onboarden“ Epsteins ein gravierender Fehler gewesen sei. Er versicherte, dass der Konzern mittlerweile „alles getan“ habe, um derartige Vorfälle für die Zukunft auszuschließen.

Doch die nun veröffentlichten Details lassen die Entschuldigungen hohl klingen. Die Dokumente belegen, dass Epstein noch bis Februar 2019 – nur wenige Monate vor seiner zweiten Verhaftung – knapp 48 Millionen US-Dollar bei der Bank gebunkert hatte. Die Geschäftsbeziehung endete erst, als der öffentliche Druck und die juristischen Daumenschrauben unerträglich wurden.

Die Geschichte der Deutschen Bank und Jeffrey Epstein ist mehr als eine Compliance-Panne; sie ist das Protokoll eines Systems, das Macht und Millionen über Moral und Menschenwürde stellte.