Im Vorfeld der renommierten Münchner Sicherheitskonferenz rückt die bayerische Landeshauptstadt stärker denn je ins Zentrum zivilgesellschaftlichen Engagements. Laut aktuellen Angaben des Münchener Kreisverwaltungsreferats wird erwartet, dass sich etwa 120.000 Demonstranten versammeln, ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu den deutlich geringeren Teilnehmerzahlen in den vergangenen Jahren.
Von Mittwoch bis Sonntag sind bislang 21 Veranstaltungen offiziell bestätigt worden. Diese Zahlen verdeutlichen die wachsende Bereitschaft der Bürger, sich aktiv an den Diskussionen rund um die Konferenz zu beteiligen und ihre Stimmen öffentlich kundzutun. Der Bereich um den Bayerischen Hof, der aufgrund der Konferenz als Hochsicherheitszone gilt, ist mit umfassenden Polizeikontrollen und Straßensperren konfrontiert, was potenziell das alltägliche städtische Leben beeinträchtigen könnte.
Ein herausragendes Ereignis wird die Großdemonstration auf der Theresienwiese sein, die von Kritikern der iranischen Regierung organisiert wird. Mit einer geplanten Teilnehmerzahl von 100.000 Personen soll diese Kundgebung die Aufmerksamkeit auf die politische Situation im Iran lenken. Ob das vollständige Potenzial dieser Veranstaltung ausgeschöpft wird und welche möglichen behördlichen Auflagen zu beachten sein werden, bleibt mit Spannung zu beobachten. Parallel dazu sind in der Innenstadt, am Odeonsplatz und am Max-Joseph-Platz weitere Demonstrationen mit mehreren Tausend Teilnehmern vorgesehen, die sich gegen die Sicherheitskonferenz positionieren und sich für Frieden sowie die persönliche Freiheit in Impfentscheidungen aussprechen.
Darüber hinaus richten sich die Proteste gegen die Repression im Iran, die politische Unterdrückung im Südjemen sowie den inländischen Rechtsextremismus in Deutschland. Während immer mehr Demonstrationen angekündigt werden und einige Veranstaltungen hinsichtlich ihrer Teilnehmerzahlen noch unbestimmt sind, deutet alles auf eine dynamische Entwicklung der Situation in den kommenden Tagen hin.
An der Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 13. bis 15. Februar als eine der bedeutendsten Plattformen für sicherheitspolitische Fragen gilt, nehmen auch hochrangige Persönlichkeiten teil. Unter ihnen sind der US-Außenminister Marco Rubio und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. In seiner neuen Funktion als Bundeskanzler wird auch Friedrich Merz (CDU) erstmals bei dieser Veranstaltung anwesend sein. All dies betont die politische Relevanz und internationale Bedeutung der bevorstehenden Konferenz.