25. Januar, 2026

Politik

Debatte um Bundesbeamteneinsatz: Trump kritisiert Politiker in Minnesota

In Minneapolis hat ein tragischer Vorfall die nationale Aufmerksamkeit erregt, nachdem Bundesbeamte in einen Schusswechsel verwickelt waren, der tödlich endete. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat daraufhin den politischen Führern von Minneapolis und Minnesota scharfe Vorwürfe gemacht. Auf der Plattform Truth Social überraschte Trump mit einem eindringlichen Post, in dem er den Bürgermeister von Minneapolis und den Gouverneur Minnesotas der Förderung gefährlicher Rhetorik beschuldigte, die seiner Ansicht nach zur Eskalation der Lage beitragen könnte. In unverblümten Worten forderte Trump zudem: "LASST UNSERE ICE PATRIOTEN IHREN JOB TUN!", um die Arbeit der US-Einwanderungsbehörde ICE zu unterstützen.

In einer schnellen Reaktion auf die Vorwürfe forderte Gouverneur Tim Walz öffentlich den Rückzug der von Trump entsandten Einsatzkräfte. Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz gab Walz an, dass diese Maßnahmen erheblich zur Zunahme von Unruhen und Gewalt beitrügen. Er verstärkte seine Kritik zusätzlich auf der Plattform X und verlangte die unverzügliche Entfernung der "ungeübten" Beamten, die seiner Ansicht nach eine unnötige Belastung für Minnesota darstellten. Walz argumentierte, dass die Anwesenheit dieser Einsatzkräfte die Spannungen nur weiter anheize.

Auch der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, äußerte sich kritisch. Er stellte öffentlich die Notwendigkeit und Zielrichtung der Einsätze infrage und betonte, dass derartige Maßnahmen Frieden und Sicherheit gefährden könnten. Frey forderte ein Umdenken in der politischen Strategie und ein Ende der konfrontativen Politikansätze, die seiner Meinung nach das Gegenteil von Stabilität bewirken.

Die Spannungen wurden weiter verschärft durch einen erneuten Zwischenfall, der am Samstag zu einem tragischen Ereignis führte. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums waren die Schüsse von Bundesbeamten auf einen mutmaßlich illegal eingereisten Ausländer gerichtet. Jedoch geben die örtlichen Behörden an, dass das Opfer wahrscheinlich ein US-Bürger war. Dieser Vorfall ist besonders brisant, da bereits Anfang Januar ein ähnlicher Zwischenfall zu tragischen Konsequenzen geführt hatte, bei dem eine Frau während eines ICE-Einsatzes ums Leben kam. Diese Ereignisse befeuern die seit Monaten bestehenden Proteste gegen Trumps kontroverse Abschiebepolitik in vielen US-Städten und verstärken die grundsätzliche Kritik an seiner Vorgehensweise hinsichtlich der Einwanderungsfragen.