05. März, 2026

Wirtschaft

DAZN legt im Streit um Bundesliga-TV-Rechte nach

DAZN legt im Streit um Bundesliga-TV-Rechte nach

In der öffentlich gewordenen Auseinandersetzung zwischen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und DAZN scheint eine entscheidende Wendung eingetreten zu sein. Der Sportstreaming-Dienst DAZN hat nun die von der Liga geforderte Bankbürgschaft eingereicht. Mit diesem Schritt kommt das Unternehmen einer zentralen Forderung nach, die zum vorübergehenden Stillstand in der Versteigerung der TV-Rechte der Fußball-Bundesliga geführt hatte.

Das Verfahren zur Vergabe der Rechte hatte einen überraschenden Rückschlag erfahren, als die DFL kurzfristig eine Bürgschaft einforderte und DAZN daraufhin einlegen musste, dass diese Anforderung innerhalb eines einzigen Tages nicht zu erfüllen war. Es entbrannte ein Briefwechsel zwischen DAZN und der DFL, der den 36 Profivereinen zugestellt wurde, worin sich beide Seiten gegenseitig Anschuldigungen machten.

Die nun vorgelegte Bürgschaft von DAZN wird auf einen Betrag von etwa 200 Millionen Euro geschätzt, wobei das Unternehmen ursprünglich etwa 400 Millionen Euro pro Jahr für ein umfangreiches Rechtepaket (Paket B) geboten hatte. Dieses Paket beinhaltet die Übertragung von 196 Live-Spielen, darunter die Begegnungen am Samstagnachmittag und Freitagabend sowie Relegationsspiele.

Dennoch wurde das Angebot von DAZN von der DFL nicht berücksichtigt, obwohl dieses laut dem Streamingservice finanziell überlegen war. Der Zuschlag ging angeblich an den Konkurrenten Sky, obwohl sich Sky zu dieser Angelegenheit bisher nicht äußern wollte. Die DFL weist hingegen die Behauptung eines Auktionsfehlers und die Vorwürfe von DAZN zurück und betont, dass die Vergabe korrekt abgelaufen sei.

Bei der vorherigen Vergabe hatte DAZN statt einer Bankbürgschaft eine sog. harte Patronatserklärung abgegeben, die von einem Dritten die Übernahme von Verbindlichkeiten zusichert. Nichtsdestotrotz scheint die jetzt erfüllte Forderung nach einer Bankbürgschaft ein Schritt zur Klärung des Disputs zu sein, welcher der Branche einige Spannungstage beschert hatte.