Nach einem beeindruckenden Anstieg am Mittwoch sah sich der DAX am Donnerstag mit leichten Verlusten konfrontiert. Der deutsche Leitindex begann den Handelstag auf der Xetra-Börse mit einem Rückgang von 0,27 Prozent, was ihn auf 25.210 Punkte brachte. Zuvor hatte der DAX bereits mit einem Stand von 25.315 Punkten den höchsten Wert seit Mitte Januar erreicht und war damit seinem diesjährigen Rekordhoch von 25.507 Punkten bemerkenswert nahegekommen.
Auch der MDAX, der die mittelgroßen Unternehmen Deutschlands repräsentiert, erlebte einen leichten Rückschlag. Er fiel um 0,08 Prozent und erreichte 31.716 Zähler. Parallel dazu erlebte der EuroStoxx 50, der wichtigste Aktienindex der Eurozone, einen Rückgang von 0,3 Prozent, was auf die anhaltende Unsicherheit auf den internationalen Märkten hindeutet.
Die Unsicherheiten wurden durch die Entwicklungen in den USA weiter verstärkt, wo die wichtigsten Indizes am Mittwoch zunächst Anzeichen einer Erholung zeigten, diese jedoch nicht bis zum Ende des europäischen Handels aufrechterhalten konnten. Auslöser dieser Schwankungen sind die jüngsten Mitteilungen der US-Notenbank Fed. Diese wies in ihrem veröffentlichten Sitzungsprotokoll auf die Risiken einer übermäßigen Inflation hin, was die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve gedämpft hat. Damit sind Hoffnungen auf eine rasche Lockerung der geldpolitischen Maßnahmen in weite Ferne gerückt.