16. Februar, 2026

Märkte

DAX steht vor Herausforderungen: Zurückhaltung und wirtschaftliche Impulse prognostiziert

In einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld sieht sich der DAX mit Herausforderungen konfrontiert, die es dem deutschen Leitindex erschweren, die psychologisch signifikante Marke von 25.000 Punkten dauerhaft zu überwinden. Die bevorstehende Woche könnte jedoch von entscheidenden wirtschaftlichen Impulsen aus den USA und Europa geprägt sein, die voraussichtlich am Freitag eintreffen. Zu Beginn der Woche wird ein ruhiger Marktauftakt erwartet, da die US-Börsen am Montag aufgrund des Presidents' Day geschlossen bleiben.

Bis Mitte Januar hatte der DAX trotz bestehender geopolitischer Risiken bemerkenswerte Kursgewinne verzeichnet. Doch mittlerweile begegnen Anleger der Marktlage mit einer gewissen Vorsicht. Der Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeigt sich nicht nur mit Gewinnern, auch Verlierer sind sichtbar geworden, was Bedenken aufwirft, dass die Federal Reserve die Leitzinsen nicht zügig genug senken könnte. Dies könnte Aktien im Verhältnis zu Anleihen weniger attraktiv machen, weshalb Investoren bestrebt sind, ein klareres Bild der Wirtschaftslage in beiden Wirtschaftsräumen zu gewinnen.

Ein bemerkenswerter Fokus liegt auf Freitag Nachmittag, wenn die erste Schätzung des US-BIP-Wachstums des vierten Quartals 2025 veröffentlicht wird. Obwohl der längste Regierungsstillstand in den USA die Befürchtung eines erheblichen wirtschaftlichen Schadens schürte, erwarten Analysten, dass dieser weniger Einfluss hatte als ursprünglich angenommen. Ergänzend dazu werden am Freitagvormittag die europäischen und deutschen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht, die als bedeutende Frühindikatoren gelten. Experten prognostizieren, dass eine moderate Zunahme dieser Indizes den Aktienmarkt stabilisieren könnte, wohingegen extreme Werte entweder Rezessionsängste verstärken oder Unsicherheiten bezüglich der Zinsstrategie hervorrufen könnten.

Trotz der anhaltenden internationalen Risiken, darunter die Politik von US-Präsident Donald Trump und die Spannungen im Nahen Osten, bietet das von der deutschen Regierung beschlossene Konjunkturpaket positive Impulse für die Wirtschaft. Sebastian Raedler, Anlagestratege bei der Bank of America, erkennt in Deutschland Potenziale, die sich in steigenden Auftragseingängen der Industrie widerspiegeln. In seinen Empfehlungen hebt er hervor, dass deutsche Aktien gegenüber ihren europäischen Pendants übergewichtet werden sollten, da hier auf mittelfristige Sicht mehr Potenzial vermutet wird.

In der laufenden Berichtssaison melden sich derweil noch einige Unternehmen mit ihren Geschäftszahlen. Unter anderem werden am Donnerstag die Konzerne Airbus, Krones und Knorr-Bremse ihre Jahresergebnisse präsentieren, was den Investoren weitere Erkenntnisse über die Marktentwicklungen ermöglichen dürfte.