Nach einer Phase der Konsolidierung nimmt der Deutsche Aktienindex (Dax) wieder an Fahrt auf und navigiert behauptet über die psychologisch bedeutsame Schwelle von 18 000 Punkten. Im frühen Handel am Dienstag zeichnet sich ein Zugewinn von 0,9 Prozent ab, womit sich der Dax weiterhin auf Erholungskurs befindet. Etwaige Sorgen vorangegangener Handelswochen scheinen vorerst ad acta gelegt, während der Index nun seine Stabilität in der Nähe des 50-Tage-Durchschnitts zeigt. Noch ist der Rekordwert zu Monatsbeginn von 18 567 Zählern in greifbarer Entfernung, allerdings trennt noch ein sichtbares Segment den aktuellen Stand von dieser historischen Marke.
Auch im Segment der mittelgroßen Unternehmungen zeichnet sich Optimismus ab: Der MDax verzeichnet einen Zuwachs von 0,8 Prozent und stellt somit 26 504 Punkte zur Schau. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 steht dem in nichts nach und legt ebenso um 0,8 Prozent zu, was die positive Stimmung auf dem Kontinent widerspiegelt.
Als signifikanter Impulsgeber der positiven Marktstimmung dient die Veröffentlichung der Quartalszahlen von SAP, die den Auftakt der Berichtssaison markieren und von Analysten wohlwollend aufgenommen werden. Die Erwartungen für das erste Quartal konnten trotz hoch angesetzter Zielmarken erfüllt werden, merkt Michael Briest, Analyst der Schweizer Großbank UBS, an.
Die Aktien von SAP, die nach einem Rekordhoch Ende März eine Korrektur von über elf Prozent verzeichneten, schwingen sich mit einem Anstieg um circa 5 Prozent an die Spitze des Dax. Mit diesem kräftigen Satz zeigt der Software-Konzern nicht nur auf dem Parkett Präsenz, sondern markiert zugleich den positiven Ton der Dax-Werte.