16. März, 2026

Märkte

Dax schließt kaum verändert - Ifo-Geschäftsklima und EZB-Zinsentscheid bringen nur wenig Impulse

Dax schließt kaum verändert - Ifo-Geschäftsklima und EZB-Zinsentscheid bringen nur wenig Impulse

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag wenig Bewegung gezeigt und nahezu unverändert geschlossen. Der Dax ging mit einem minimalen Plus von 0,10 Prozent auf 16.906,92 Punkten aus dem Handel. Trotzdem befindet sich der deutsche Leitindex weiterhin in Reichweite seines Rekordhochs von gut 17.000 Punkten. Beim MDax hingegen verzeichnete man einen Rückgang von 0,25 Prozent auf 26.075,58 Punkte.

Sowohl das überraschend eingetrübte Ifo-Geschäftsklima als auch der erwartungsgemäße Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten nur geringe Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Obwohl die Währungshüter trotz zunehmender Konjunktursorgen vorerst keine Zinssenkung genehmigten, blieb der Markt unbeeindruckt. Der Leitzins im Euroraum bleibt vorerst bei 4,5 Prozent, zu dem sich Banken frisches Geld bei der EZB besorgen können.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte nach den Beratungen des obersten Entscheidungsgremiums der Zentralbank in Frankfurt, dass es im EZB-Rat der Konsens sei, dass es zu früh sei, über Zinssenkungen zu diskutieren. Lagarde hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos zuvor erklärt, dass im Sommer eine Zinssenkung wahrscheinlich sei.

Die wichtigsten europäischen Handelsplätze verbuchten moderate Gewinne. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,4 Prozent hinzu. Auch die nationalen Indizes in Paris und London verzeichneten ein Plus von jeweils 0,1 Prozent. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Börsenschluss 0,2 Prozent höher.

Die enttäuschenden Quartalszahlen von Tesla und die wenig positiven Aussagen des Elektroautobauers für das laufende Jahr wirkten sich auch auf deutsche Autobauer aus. Die Aktien von Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW und des Sportwagenbauers Porsche AG verzeichneten Verluste von bis zu 1,8 Prozent. Tesla verfehlte mit seinen Zahlen die Markterwartungen und sagte voraus, dass die Auslieferungen voraussichtlich langsamer als im Vorjahr wachsen werden.

Auch Infineon geriet aufgrund der Branchenresultate mit einem Verlust von 0,7 Prozent in den Fokus. Der Umsatzausblick des Konkurrenten STMicroelectronics für das laufende Quartal enttäuschte die Markterwartungen. Investoren werten dies als ein Zeichen dafür, dass die schwache Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen weiterhin anhält.

Symrise hingegen erhielt positive Impulse. Die Aktien des Unternehmens stiegen um 2,8 Prozent, nachdem der Schweizer Wettbewerber Givaudan mit seinem Jahresergebnis die Erwartungen leicht übertroffen hatte.

Die Adidas-Aktien hingegen erlebten einen deutlichen Anstieg um 5,7 Prozent und wurden zum größten Gewinner im Dax. Händler nannten mögliche Aussagen im Rahmen eines vermuteten Analysten-Gesprächs als Grund, in dem möglicherweise über die Entwicklung des Sportartikelhändlers gesprochen wurde.

Für den Konkurrenten Puma hingegen war keine Erholung in Sicht. Nachdem die Aktien aufgrund eines enttäuschenden Zwischenberichts am Vortag um zehn Prozent eingebrochen waren, ging es am Donnerstag um weitere 2,1 Prozent bergab. Analysten von Jefferies, Oddo BHF und Societe Generale reagierten jeweils mit Abstufungen.

Zum Ende des Handelstages fiel der Euro auf 1,0836 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,0893 Dollar festgesetzt.

Die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen stieg von 2,32 Prozent am Vortag auf 2,36 Prozent. Der Rentenindex Rex verzeichnete einen Rückgang von 0,24 Prozent auf 125,29 Punkte, während der Bund-Future um 0,57 Prozent auf 134,47 Zähler zulegte.