07. Januar, 2026

Märkte

DAX-Markt zeigt Vorsicht angesichts der psychologisch bedeutsamen 25.000-Punkte-Grenze

Am Dienstag erreichte der deutsche Leitindex Dax mit einem neuen Rekordhoch von 24.916 Punkten einen bemerkenswerten Meilenstein, bevor er sich kurz vor der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten einpendelte und den Handelstag nahezu unverändert bei 24.876 Punkten beendete. Ein zentraler Impulsgeber für diese positive Entwicklung am deutschen Aktienmarkt sind die umfangreichen Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen der Bundesregierung. Diese Maßnahmen wecken Hoffnungen auf eine nachhaltige Belebung der heimischen Wirtschaft im kommenden Jahr.

Der MDax, der die Performance mittelgroßer deutscher Unternehmen widerspiegelt, verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,19 Prozent und schloss bei 31.393 Punkten. Parallel dazu verbuchte der EuroStoxx 50, der die größten und liquidesten Aktienunternehmen der Eurozone abbildet, ein Minus von 0,2 Prozent. Investoren richteten dabei ihre Aufmerksamkeit insbesondere auf die neuesten Verbraucherpreisdaten aus Deutschland, die als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung gelten.

In den USA zeigte sich der Aktienmarkt nahezu unbeeindruckt von den jüngsten geopolitischen Spannungen infolge des militärischen Eingreifens der USA in Venezuela. Der Dow Jones Industrial konnte sogar ein neues Allzeithoch erreichen, beflügelt durch die Erwartung eines möglichen Aufschwungs der venezolanischen Ölproduktion. Diese Entwicklung könnte zu sinkenden Ölpreisen führen, welche wiederum den globalen deflationären Druck erhöhen und die Spekulationen über weitere Zinssenkungen der Zentralbanken verstärken könnten.

Der Halbleitersektor erfreut sich weiterhin einer hohen Nachfrage, befeuert durch optimistische Geschäftsaussichten des US-amerikanischen Unternehmens Microchip Technology. Diese positiven Erwartungen ließen die Aktien von Infineon um 4 Prozent ansteigen. Ebenso profitierten die Titel von Daimler Truck und Traton von positiven amerikanischen Branchendaten und konnten bis zu 4 Prozent zulegen. Auch Aktien aus dem Pharma- und Medizintechniksektor rückten verstärkt in den Fokus der Investoren.

Demgegenüber verzeichneten Adidas-Aktien einen deutlichen Kursverlust von über 6 Prozent, nachdem die Bank of America ihre Markteinschätzung vorsichtiger formulierte. Auch die Aktien von Brenntag gerieten unter Druck und verloren nach einer Herabstufung durch Morgan Stanley 1,6 Prozent an Wert. Positiv präsentierte sich hingegen die Aktie des Marineschiffbauers TKMS, die von einer optimistischeren Bewertung seitens des Analysehauses Bernstein profitierte.