Zu Beginn der Handelswoche erreichte der deutsche Aktienindex Dax ein neues Rekordhoch, getrieben von der Hoffnung auf eine Wiederbelebung der heimischen Wirtschaft. Der Dax, der das Marktzusammenspiel der 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen abbildet, stieg um bis zu 1,2 Prozent und erreichte in der Spitze 24.825 Punkte. Auch am Ende des Handelstages blieb ein signifikanter Zugewinn, und der Index schloss mit einem Plus von einem Prozent bei 24.787 Punkten. Parallel dazu zeigte der MDax, der mittelgroße Unternehmen repräsentiert, einen Zuwachs von 0,82 Prozent und erreichte 31.233 Punkte, während der Eurostoxx 50 einen kontinuierlichen Anstieg um 0,9 Prozent verzeichnen konnte.
Seit dem Ausklang des Jahres 2025 nähren Anleger zunehmend Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Diese positive Perspektive wird vor allem durch infrastrukturelle und rüstungspolitische Investitionen der Bundesregierung sowie durch Bemühungen zur Entbürokratisierung unterstützt. Analyst Frank Sohlleder von ActivTrades hob hervor, dass die optimistischen Prognosen der Regierungskoalition unter Führung von Kanzler Merz bereits in den Kursbewertungen vieler Investoren stecken. Trotz dieser Euphorie bleibt der Markt in einem fragilen Zustand, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen nur allmählich wieder zunimmt.
Am Montag verzeichneten insbesondere der Automobilsektor und IT-Dienstleistungsunternehmen eine gesteigerte Nachfrage. Diese positiven Impulse waren sowohl bei Lieferanten mittelständischer Unternehmen als auch bei Zulieferern des Bundes spürbar. Daneben standen Rüstungsfirmen im Fokus: Innerhalb des Dax erzielte Rheinmetall beeindruckende Gewinne von beinahe sieben Prozent. Im MDax erwiesen sich Rüstungsunternehmen wie Renk und Hensoldt als klare Gewinner, mit Kursgewinnen von nahezu sieben beziehungsweise fast acht Prozent.
Diese positive Entwicklung überlagert die Verluste des vierten Quartals 2025, als viele Investoren sich dazu entschlossen, die Höhenflüge der Kurse für Gewinnmitnahmen zu nutzen. Dennoch birgt das globale politische Umfeld weiterhin Unsicherheitsfaktoren. Der Konflikt in der Ukraine sowie die jüngste Eskalation in den Beziehungen zwischen den USA und Venezuela – untermauert durch Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Kolumbien – verstärken geopolitische Spannungen. Marktteilnehmer beobachten mit erhöhter Wachsamkeit die Energiepreisbewegungen und Inflationserwartungen. Solche instabilen geopolitischen Faktoren könnten den Risikoappetit der Investoren entscheidend beeinflussen.
Darüber hinaus profitierte die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron von einer positiven Analyse zu den Papieren des Technologiekonzerns ASML. Die Aktie von Aixtron stieg um 4,7 Prozent, beflügelt von positiver Resonanz durch Analystenhäuser wie Kerrisdale Capital, die bereits seit dem Herbst verstärkt auf diese Firmen gesetzt haben.