21. September, 2026

Country-by-Country-Verfahren

Country-by-Country-Verfahren (CbC-Verfahren) ist ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von internationaler Gewinnverlagerung und Steuervermeidung multinationaler Unternehmen. Das CbC-Verfahren ist Teil des sogenannten BEPS-Aktionsplans (Base Erosion and Profit Shifting) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

In diesem Verfahren sind multinationale Unternehmen verpflichtet, jährlich schriftlich umfangreiche Informationen über ihre globalen Aktivitäten an die Steuerbehörden zu übermitteln. Diese Informationen beinhalten ausführliche Angaben zu Umsätzen, Gewinnen, Steuerzahlungen, wirtschaftlichen Aktivitäten, Geschäftsbereichen und Beschäftigtenzahlen in jedem Land, in dem das Unternehmen tätig ist.

Das CbC-Verfahren dient als Transparenzmaßnahme und ermöglicht es den Steuerbehörden, grenzüberschreitende Steuerauswirkungen besser zu überwachen und potenzielle Gewinnverlagerungen zu erkennen. Es unterstützt auch die Risikobewertung und Steuerplanung, da die Behörden nun in der Lage sind, detaillierte Informationen über die weltweiten Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens zu analysieren.

Durch die verpflichtende Offenlegung dieser Informationen werden Steuervermeidungsstrategien erschwert, da Unternehmen nicht länger ihre Gewinne in Niedrigsteuerländer verschieben können, ohne dass dies von den Steuerbehörden erkannt wird. Das CbC-Verfahren stärkt somit die Steuergerechtigkeit und trägt zur Vermeidung von Steuerhinterziehung bei.

Dieses Verfahren wird von vielen Ländern weltweit umgesetzt, um sicherzustellen, dass multinationale Unternehmen fair und angemessen besteuert werden. Es ermöglicht den Steuerbehörden, ein umfassendes Bild von den globalen Geschäftsaktivitäten eines Unternehmens zu erhalten und sicherzustellen, dass die Steuern in dem Land gezahlt werden, in dem die wirtschaftliche Aktivität stattfindet.

Das CbC-Verfahren ist ein bedeutsames Instrument zur Stärkung der Steuerehrlichkeit und Bekämpfung von Steuervermeidung in der globalisierten Wirtschaft. Es stellt sicher, dass multinationale Unternehmen ihren fairen Anteil an Steuern zahlen und trägt dazu bei, Steuergerechtigkeit auf internationaler Ebene zu erreichen.