02. Mai, 2025

Unternehmen

Commerzbank zahlt teuer für ihre Schlamperei!

Schwere Mängel in der Geldwäscheprävention führen zu empfindlichen Bußgeldern für die Commerzbank und ihre Online-Tochter Comdirect.

Commerzbank zahlt teuer für ihre Schlamperei!
Die Commerzbank muss tief in die Tasche greifen: 1,45 Millionen Euro Strafe wegen gravierender Mängel bei der Geldwäscheprävention.

Inmitten der komplexen Integration ihrer Online-Tochter Comdirect hat die Commerzbank einen teuren Fehler gemacht, der jetzt zu einem Bußgeld in Millionenhöhe führt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat ein Bußgeld von 1,45 Millionen Euro gegen das Finanzinstitut verhängt. Dieser Schritt markiert einen kritischen Moment für die Bank, die sich nun mit den Folgen ihrer Nachlässigkeit auseinandersetzen muss.

Die Probleme traten auf, als Comdirect, die seit 2020 vollständig unter dem Dach der Commerzbank operiert, in die Strukturen der Muttergesellschaft integriert wurde. Die BaFin stellte fest, dass sowohl Commerzbank als auch Comdirect ihre aufsichtsrechtlichen Pflichten nicht erfüllt hatten.

Insbesondere war die Überwachung der Kundendaten nicht ausreichend, was zu Verstößen gegen geldwäscherechtliche Vorgaben führte. Mitarbeiter hatten Kundendaten nicht fristgerecht aktualisiert und es mangelte an internen Sicherungsmaßnahmen.

Reaktion der Commerzbank

Eine Sprecherin der Commerzbank äußerte sich zu den Vorwürfen und betonte, dass die notwendigen Anpassungen der Prozesse und die Aktualisierung der Kundendaten bereits 2022 abgeschlossen wurden.

Die Integration der Comdirect habe eine gründliche Überprüfung der Legitimationsprüfungen bei Neukunden und der Aktualisierungsvorgänge erforderlich gemacht. Die Bank sei stets in engem Austausch mit der BaFin gewesen und habe den regulatorischen Auflagen Folge geleistet.

Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung von effektiver Compliance und das hohe Risiko, das Finanzinstitutionen eingehen, wenn sie in diesen Bereichen schwächeln. Für die Commerzbank und ihre Stakeholder ist dies ein deutliches Signal, dass bei der Überwachung und Umsetzung von Compliance-Maßnahmen keine Kompromisse gemacht werden dürfen.

Dieses Bußgeld dient auch als Mahnung an die gesamte Branche, die Anforderungen der Geldwäscheprävention ernst zu nehmen und ständig zu verbessern.