28. Februar, 2026

Technologie

China demütigt Deutschland im Roboter-Krieg

Während Friedrich Merz in Hangzhou staunt, zementiert China seine technologische Übermacht. Die EU verliert sich in Regulierungswut, während Peking und Musk die Märkte der Zukunft aufteilen.

China demütigt Deutschland im Roboter-Krieg
China dominiert den Robotik-Markt mit 54 Prozent Marktanteil. Kanzler Merz erlebt in Hangzhou die technologische Lücke hautnah.

Die EU reguliert sich ins Abseits, während China Fakten schafft

Der Besuch von Kanzler Friedrich Merz in der chinesischen Hightech-Metropole Hangzhou markiert einen schmerzhaften Realitätscheck für den Standort Deutschland. Bei der Firma Unitree Robotics erlebte die deutsche Delegation eine Machtdemonstration: Humanoide Roboter, 1,30 Meter groß, die Kung-Fu beherrschen und Salti schlagen.

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Die Diskrepanz zur deutschen Politik könnte kaum größer sein. Während Merz in China staunt, verabschiedete die Bundesregierung erst kürzlich das KI-Marktbeobachtungs- und Innovationsförderungsgesetz (KIMIG). Dieses Gesetz, basierend auf dem EU AI Act, sortiert KI in Risikostufen von „minimal“ bis „unannehmbar“.

Die bittere Analyse lautet: Europa definiert Innovation primär als Gefahrenquelle und stellt sie unter Genehmigungsvorbehalt. Brüssel feiert dies als „Goldstandard“ der Regulierung. In der Realität würgt dieser bürokratische Ansatz die wirtschaftliche Dynamik ab, während Konkurrenten in Asien und den USA die Märkte besetzen.

Chinas statistische Dominanz ist eine existenzielle Bedrohung

Die nackten Zahlen der International Federation of Robotics belegen den deutschen Abstieg. Bereits im Jahr 2024 hat China die Bundesrepublik beim Einsatz von Industrierobotern überholt. Das Reich der Mitte erreichte eine Roboterdichte von 470 Maschinen je 10.000 Beschäftigte und sicherte sich damit Platz drei im weltweiten Ranking.

Noch alarmierender ist das absolute Volumen: 2024 wurden in China 295.000 Roboter installiert. Dies entspricht gigantischen 54 Prozent aller weltweit neu installierten Systeme. Deutschland wird hierbei zum Statisten degradiert.

Aktuell beschränkt sich der Einsatz humanoider Modelle wie dem G1 von Unitree noch oft auf Bildung und Unterhaltung. Doch Experten warnen vor einer Unterschätzung des Skalierungspotenzials in kommerziellen Sektoren.

„Weniger als 20 Prozent der chinesischen Roboterlieferungen wurden in kommerziellen Anwendungen wie der Fertigung oder im Dienstleistungssektor eingesetzt“, so Cheng Wang von der Analysefirma Morningstar.

Die Grenze zwischen ziviler und militärischer Nutzung verschwimmt

Die Harmlosigkeit tanzender Roboter ist trügerisch. Unitree-Gründer Wang Xingxing deutete in chinesischen Staatsmedien unmissverständlich an, dass die Systeme künftig Aufgaben übernehmen werden, die für Menschen zu gefährlich sind. Dies öffnet Raum für Spekulationen über militärische Anwendungen.

„Roboter könnten künftig gefährliche und körperlich anstrengende Aufgaben für Menschen übernehmen“, so Wang Xingxing im Interview mit CCTV.

Bereits vor einem Jahr sorgten Aufnahmen eines Roboterhundes mit montierter Maschinenpistole für Aufsehen. Zwar bestritt Unitree direkte Verkäufe an das Militär und verwies auf seinen zivilen Status, doch die Dual-Use-Problematik ist offensichtlich. Nach der Drohnentechnologie droht Deutschland hier die nächste sicherheitspolitische Debatte zu verschlafen.

Der globale Wettlauf lässt Deutschland kaum noch Luft zum Atmen

Der Wettbewerb wird nicht nur in China entschieden. Tesla-CEO Elon Musk forciert die Produktion seines „Optimus“-Modells, das ab Ende 2026 in Serie gehen soll. Musk bezeichnet es als potenziell „größtes Produkt aller Zeiten“. Parallel dazu rüstet Boston Dynamics unter dem Dach von Hyundai auf elektrische Antriebe um, mit geplantem Fabrikeinsatz ab 2028.

Deutschland besitzt mit Neura Robotics aus Metzingen zwar einen Hoffnungsträger. Gründer David Reger wurde mehrfach für seine Innovationen ausgezeichnet und eröffnete sogar eine Dependance in Hangzhou. Doch ohne strategische Allianzen wird es eng.

„Wenn man das Rennen um humanoide und kognitive Robotik gewinnen will, muss man mit den größten chinesischen Akteuren kooperieren“, so David Reger, Gründer von Neura Robotics.

Es ist bezeichnend, dass Kanzler Merz diesen deutschen Player bei seinem Besuch kaum ins Rampenlicht rückte. Deutschland darf sich keine weiteren Verzögerungen in der KI-Entwicklung leisten, wenn es nicht dauerhaft auf der Zuschauerbank der Weltwirtschaft landen will.

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