08. Januar, 2026

Politik

China beanstandet US-Intervention in Venezuelas Ölsektor

Inmitten eines eskalierenden geopolitischen Konflikts hat China scharfe Kritik an den von Donald Trump eingeführten Maßnahmen gegen die venezolanische Ölindustrie geäußert. Der jüngste diplomatische Schlagabtausch folgt auf Trumps Ankündigung, den amerikanischen Einfluss auf die strategisch bedeutenden Ölressourcen Venezuelas erheblich auszuweiten. Mao Ning, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, verurteilte den 'unverschämten Einsatz von Gewalt gegen Venezuela' durch die USA als eklatante Verletzung des Völkerrechts, die zudem die Rechte und den Wohlstand des venezolanischen Volkes erheblich beeinträchtigen würde.

China, das ein bedeutender Akteur auf dem globalen Energiemarkt ist, unterstrich die Notwendigkeit, dass Venezuela die souveräne Kontrolle über seine natürlichen Ressourcen und wirtschaftlichen Angelegenheiten behalten muss. Peking hebt besonders hervor, dass die Wahrung seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen in dem südamerikanischen Land von entscheidender Bedeutung ist, da China der größte Abnehmer für venezolanisches Erdöl ist. Diese Beziehungen sind für beide Nationen strategisch wichtig und könnten durch die jüngsten US-Maßnahmen erheblich belastet werden.

Trump hatte auf der von ihm gegründeten Plattform Truth Social mitgeteilt, dass Venezuela in naher Zukunft zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl an die Vereinigten Staaten liefern werde. Ergänzend erklärte er, dass die aus diesen Geschäften resultierenden Einnahmen unter seiner direkten Kontrolle ständen. Damit wolle er gewährleisten, dass sowohl die US-amerikanische Wirtschaft als auch die venezolanische Bevölkerung von diesen Mitteln profitierten. Diese Ankündigung hat deutliche Spannungen zwischen den beteiligten Nationen geschürt und weltweit divergierende Reaktionen hervorgerufen, während die langfristigen Auswirkungen dieser Maßnahmen noch unklar sind.