30. Januar, 2026

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Chevron navigiert durch vielschichtige Herausforderungen und Wachstumschancen.

Chevron, eines der führenden Unternehmen in der globalen Energiebranche, verzeichnete im letzten Quartal des Jahres einen merklichen Rückgang seiner Gewinne. Die Herausforderungen wurden durch einen Rückgang der Ölpreise und eine Schwächung des US-Dollars verursacht, die trotz erhöhter Produktionsmengen nur teilweise kompensiert werden konnten. Der Nettogewinn des Unternehmens sank auf 2,8 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte Ergebnis pro Aktie auf 1,52 US-Dollar fiel. Dabei ist hervorzuheben, dass Analysten mit einem noch stärkeren Einbruch gerechnet hatten, was dazu führte, dass die Aktien im vorbörslichen Handel stabil blieben.

Trotz dieser finanziellen Herausforderungen konnte Chevron bedeutende Produktionsrekorde verzeichnen, insbesondere durch die erfolgreiche Integration der Geschäftsaktivitäten von Hess. Die Gesamtfördermenge des Unternehmens stieg um über 20 Prozent auf beeindruckende 4,05 Millionen Barrel pro Tag. Diese Steigerung ist maßgeblich auf den Ausbau von Produktionskapazitäten in Regionen wie Tengiz in Kasachstan zurückzuführen. Leider musste das Tengiz-Feld kürzlich aufgrund von Bränden in den Anlagen zeitweilig stillgelegt werden, was die Herausforderung, die Produktionsziele zu erreichen, zusätzlich erschwerte.

Für das laufende Jahr zeigt sich Chevron jedoch optimistisch und rechnet mit einem weiteren Produktionswachstum von etwa acht Prozent. Dieses Wachstum wird vor allem durch vielversprechende neue Projekte in Guyana sowie im östlichen Mittelmeerraum getrieben. Mike Wirth, CEO von Chevron, betonte den Erfolg des Unternehmens im vergangenen Jahr, das durch wegweisende neue Projekte und strategische Umstrukturierungen gekennzeichnet war. Trotz schwieriger Ölpreisentwicklungen konnte Chevron dabei überdurchschnittliche finanzielle Ergebnisse erzielen.

In Venezuela verfolgt Chevron das Ziel, die Produktion um 50 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre zu steigern. Der Dialog mit politischen Akteuren soll intensiviert werden, um dies zu ermöglichen. Mark Nelson, Vizepräsident von Chevron, erklärte, dass man beabsichtigt, die vorhandenen Ressourcen effektiv zu nutzen, ohne dass es zu grundlegenden Änderungen im Investitionsbudget kommt, selbst angesichts der Herausforderungen durch die von der Trump-Administration auferlegten Restriktionen. Dieses Engagement unterstreicht Chevrons langfristige Strategie, in allen seinen operativen Regionen positive Veränderungen herbeizuführen und nachhaltige Wachstumschancen zu erschließen.