Die Deutsche Klimapolitik könnte eine Kehrtwende nehmen: Mit dem neuen CDU-Grundsatzprogramm soll die Kernenergie wieder eine zentrale Rolle spielen. In Anbetracht hoher Energiepreise und des fortschreitenden Klimawandels setzen immer mehr Industrieländer auf die Atomkraft. Deutschland hingegen wirkt in diesem Politikbereich wie aus der Zeit gefallen. Die Ampelkoalition, insbesondere die Grünen, weigert sich hartnäckig, diese Realität zur Kenntnis zu nehmen.
Die CDU hat mit dem Einbezug der vierten und fünften Generation von Minireaktoren in ihr Grundsatzprogramm allerdings Hoffnung geweckt, dass eine bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung wieder anvisiert wird. Diese Entscheidung wird von vielen Wirtschaftsvertretern als dringend notwendige Stoßlüftung nach den vergangenen Wirren der Merkel-Ära begrüßt. Friedrich Merz, der eine entscheidende Rolle bei dieser programmatischen Neuausrichtung spielte, hat somit die Prioritäten innerhalb seiner Partei verschoben.
Es steht nun jedoch eine große Herausforderung bevor: Merz muss auf dieser Grundlage einen Wahlsieg erzielen und die rückwärtsgewandte Politik auch in Regierungshandeln umsetzen. Eine erfolgreiche Energiewende, die auf Kernenergie setzt, könnte Deutschland langfristig eine sowohl bezahlbare als auch klimaschonende Energieversorgung bescheren.