28. April, 2026

Wirtschaft

Bundesrat vor entscheidender Abstimmung: Höheres Kindergeld und Steuererleichterungen in Sicht

Bundesrat vor entscheidender Abstimmung: Höheres Kindergeld und Steuererleichterungen in Sicht

Die Länderkammer steht heute vor der Entscheidung, ob Familien ab Januar eine Erhöhung des Kindergeldes erhalten und gleichzeitig eine drohende Steuererhöhung durch die Inflation abgewendet wird. Mit einem Ja zu den Plänen des Bundestags verzichten die Bundesländer jedoch auch auf erhebliche Steuereinnahmen. Hintergrund dieser Entscheidung ist ein Gesetz, das bereits den Bundestag passiert hat und zwei zentrale Punkte umfasst: Den Ausgleich der kalten Progression und die verstärkte finanzielle Unterstützung von Familien. Ab dem kommenden Jahr soll das Kindergeld um fünf Euro auf dann 255 Euro und der steuerliche Kinderfreibetrag um 60 Euro angehoben werden. Zusätzlich sieht der Entwurf eine Anpassung der Steuertarife vor, um den Effekt der kalten Progression zu mildern. Geplante Erhöhungen beim Grundfreibetrag und anderen Eckwerten sollen verhindern, dass allein durch die Inflation höhere Steuersätze greifen. Jedoch bedeutet diese steuerliche Entlastung auch Einbußen für die öffentlichen Haushalte. Laut Haushaltsausschuss müssen Bund, Länder und Gemeinden im kommenden Jahr Mindereinnahmen von fast 7,2 Milliarden Euro hinnehmen. Trotzdem könnten viele Bürger trotz der Entlastungen weniger Netto vom Brutto haben, da steigende Sozialabgaben die Vorteile der Steueranpassungen aufheben. Letztlich steht die finale Umsetzung dieser Maßnahmen noch aus. Insbesondere die Bürger werden die steuerlichen Entlastungen nicht unmittelbar spüren, während das höhere Kindergeld schon ab Januar ausgezahlt werden soll.