In seiner eindrucksvollen Ansprache beim traditionellen politischen Aschermittwoch hat Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU seine Forderung nach einer Einführung von Klarnamenpflicht im Internet deutlich untermauert. Diese Forderung betrachtet er als eine entscheidende Maßnahme, um der weit verbreiteten Anonymität im digitalen Raum entgegenzuwirken. Merz betonte, dass Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, einschließlich Politiker, stets unter ihrem realen Namen in die öffentliche Debatte treten. Aus diesem Grunde sei es ebenso gerechtfertigt, dass auch Bürger sich in gesellschaftlichen Diskussionen im Netz mit ihren echten Namen beteiligen.
Darüber hinaus nutzte der Vorsitzende der CDU die Gelegenheit, um auf die Bedeutung der Verteidigung freiheitlicher Werte in der Bundesrepublik Deutschland hinzuweisen. In seiner Ansprache räumte Merz ein, dass er die tiefgreifenden Einflüsse von Algorithmen und künstlicher Intelligenz auf gesellschaftliche Debatten unterschätzt habe. Diese Technologien ermöglichen eine gezielte Beeinflussung von außen, und dieser Einfluss stellt nach Ansicht des Bundeskanzlers einen erheblichen Angriff auf die Werte unserer freien Gesellschaft dar.
Besondere Besorgnis äußerte Merz über die intensive Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche. Er machte deutlich, dass er hierin eine ernsthafte Bedrohung für die Freiheit und die demokratischen Grundwerte Deutschlands sieht. Laut Merz sind es genau diese Werte, die von den 'Feinden unserer Freiheit' ins Visier genommen werden. Die Herausforderung bestehe darin, diesen Gefahren entschieden entgegenzutreten und die demokratischen Errungenschaften zu verteidigen.