KI-Geschäft treibt die Zahlen
Broadcom hat im vierten Quartal 2025 eindrucksvoll gezeigt, wie stark sich der KI-Boom inzwischen in den Geschäftszahlen niederschlägt. Der Konzern steigerte den Umsatz auf 18,02 Milliarden US-Dollar und übertraf damit klar die Markterwartungen. Auch der Gewinn je Aktie lag über den Prognosen.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit KI-Halbleitern. Die Erlöse in diesem Segment stiegen im Jahresvergleich um 74 Prozent auf 6,5 Milliarden US-Dollar. Broadcom profitiert dabei vor allem von kundenspezifischen Chips und leistungsfähigen Netzwerklösungen, die für große KI-Rechenzentren unverzichtbar sind.

Auftragsbestand sorgt für Planungssicherheit
Ein zentrales Argument für die aktuelle Stärke ist der ungewöhnlich hohe Auftragsbestand. Broadcom meldet feste Zusagen im Volumen von rund 73 Milliarden US-Dollar, die sich überwiegend auf KI-Beschleuniger und Netzwerktechnik beziehen.
Diese Orders stammen vor allem von großen Cloud- und KI-Anbietern, die ihre Rechenzentren weltweit ausbauen. Der hohe Backlog verschafft dem Unternehmen eine außergewöhnlich gute Visibilität bis weit ins Jahr 2026 hinein und reduziert die Abhängigkeit von kurzfristigen Konjunkturschwankungen.
Optimistischer Ausblick auf 2026
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt Broadcom einen Umsatz von rund 19,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das Management rechnet damit, dass sich die KI-Umsätze in den kommenden Quartalen weiter deutlich erhöhen.
Neben den eigentlichen KI-Chips gewinnen vor allem Netzwerklösungen an Bedeutung. Sie verbinden tausende Prozessoren in Rechenzentren miteinander und gelten als Schlüsseltechnologie für skalierbare KI-Anwendungen. In diesem Bereich verfügt Broadcom über eine starke Marktposition.

Hohe Bewertung bleibt der Knackpunkt
So überzeugend die operative Entwicklung ist, so anspruchsvoll bleibt die Bewertung. Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 70 gehandelt. Damit ist bereits ein großer Teil des erwarteten Wachstums im Kurs eingepreist.
Institutionelle Investoren zeigen sich davon bislang wenig abgeschreckt und haben ihre Engagements zuletzt teils ausgebaut. Einzelne Insiderverkäufe werden am Markt eher als routinemäßige Portfolioanpassungen interpretiert.
KI macht Broadcom zum Dauergewinner
Broadcom hat sich vom klassischen Halbleiterhersteller zu einem zentralen Profiteur des globalen KI-Booms entwickelt. Starkes Wachstum, ein rekordhoher Auftragsbestand und ein optimistischer Ausblick stützen die Investmentstory. Kurzfristig bleibt die hohe Bewertung ein Risiko, langfristig entscheidet jedoch, ob Broadcom seine dominante Rolle im KI-Ökosystem weiter ausbauen kann.

