05. Mai, 2026

Wirtschaft

Britisches Wirtschaftswachstum unter Druck: Herausforderung für die neue Regierung

Britisches Wirtschaftswachstum unter Druck: Herausforderung für die neue Regierung

Nach dem Amtsantritt von Kanzlerin Rachel Reeves im Juli mit einem klaren Versprechen, das Wirtschaftswachstum zu stärken, offenbaren aktuelle Zahlen, wie weit dieses Ziel noch entfernt ist. Im September und Oktober kam es zu einem merklichen Rückgang der Wirtschaftsleistung, nachdem Anfang 2024 im ersten Quartal noch ein Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet wurde.

Die trüben Konjunkturaussichten belasten das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen, die aufgrund der angekündigten Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen fürchten, dass die finanzielle Last zunehmen wird. Der angekündigte Budgetentwurf sollte die öffentlichen Dienste stabilisieren, was jedoch Ungewissheit und Zurückhaltung bei den Ausgaben auslöste.

Zwar sind Inflation und Zinssätze unter Druck, doch die Zinsen in Großbritannien bleiben auf einem relativ hohen Niveau von 4,75 Prozent, was die Belastung für Kreditnehmer erhöht. Ben Nabarro von Citigroup hebt Risiken aufgrund einer sich abschwächenden Arbeitsmarktlage hervor. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit über die steigenden Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber.

Eine rückläufige Wirtschaft in Europa, Großbritanniens größtem Exportmarkt, sowie globale Handelsspannungen, könnten zusätzliches Ungemach bedeuten. Das Wachstum der Eurozone blieb schwach, während die USA trotz politischer Unsicherheiten ein bemerkenswert starkes Wachstum verzeichneten.

Analysten haben ihre Erwartungen für das britische Wachstum im kommenden Jahr bereits nach unten korrigiert, mit einer prognostizierten Steigerung von 0,9 Prozent für 2023 und 1,25 Prozent bis 2025. Dennoch bleibt die Hoffnung auf eine moderatere wirtschaftliche Erholung im Vergleich zu anderen G7-Staaten bestehen, nicht zuletzt durch die Impulse des jüngsten Haushalts.